
Wie kann dem drohenden Hausärztemangel in Worms entgegengewirkt werden? Dieser Frage geht seit Längerem ein runder Tisch, bestehend aus Vertretern der kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer, des Wormser Gesundheitsnetzes (WoGe) und der Politik, nach.
Eines der Ergebnisse aus den Gesprächsrunden ist das erste Wormser Ärztewochenende, zu dem sich interessierte Ärzte anmelden konnten, um sich über die Stadt und das medizinische Angebot zu informieren. Vier Ärzte waren der Einladung in die Nibelungenstadt gefolgt, darunter sogar eine junge Spaniern, die auch gleich ein Praktikum in Deutschland absolvieren wird.
Die Ärzte und ihre Begleiter konnten sich zunächst bei der WoGe über Grundlegendes informieren. WoGe-Geschäftsführerin Birgit Sattler und Vorstandsvorsitzender Dr. Paul Brämer nahmen die Interessenten in Empfang. Für die Stadt begrüßte Karl-Heinz Winkler, Leiter des Büros des Oberbürgermeisters, die Gäste. Er erinnerte an den Ursprung des runden Tisches vor zwei Jahren, als die WoGe an die Stadt herangetreten war, um auf das Thema Hausärztemangel aufmerksam zu machen. „Oberbürgermeister Michael Kissel sieht die medizinische Versorgung als Teil der Daseinsvorsorge, die dazu beiträgt, dass eine Stadt als Wohnort attraktiv ist“, unterstrich Winkler. Aus diesem Grund sei der runde Tisch ins Leben gerufen worden.
Er hob die wesentlichen Merkmale der Dom- und Lutherstadt hervor und skizzierte die Geschichte der ursprünglich keltischen Siedlung Borbetomagus.
Einen tieferen Einblick in die Geschichte und die aktuelle Infrastruktur der Stadt erhielten die Ärzte bei einem Stadtrundgang, ebenfalls Bestandteil des Ärztewochenendes. Als kultureller Höhepunkt stand der Besuch von „Worms: Jazz & Joy“ auf dem Programm.
Doch auch das Fachliche sollte nicht zu kurz kommen: Vorträge rund um das Thema ärztliche Niederlassung bildeten den Schwerpunkt des Ärztewochenendes.
„Ich bin sehr froh, dass wir einige Interessenten für die Aktion gewinnen konnten und hoffe, dass sich der ein oder andere für unsere Stadt begeistern und sich hier eine berufliche Zukunft vorstellen kann“, zeigt sich OB Kissel zufrieden mit dem Wochenende.
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