
Von Vera Beiersdörfer „Den Jugendlichen ist es ein großes Anliegen, soziale Projekte in Worms zu unterstützen“, berichtete Oliver Wingerter, Verbindungslehrer der Berufsbildenden Schule Wirtschaft, bei der Spendenübergabe an den ASB Wünschewagen sowie den Wormser Kindertisch. Alljährlich wird während der Klassensprecherkonferenz entschieden, an welches karitative Wormser Projekt eine finanzielle Spende, resultierend aus Schüler-Kuchenverkauf, Weihnachtsgottesdienst und privaten Spenden der Jugendlichen, übergeben werden soll.
„Da das Abstimmungsergebnis in diesem Jahr so knapp wie nie zuvor war, haben wir uns darauf geeinigt, sowohl den Wormser Kindertisch als auch den ASB Wünschewagen zu bezuschussen“, erläuterte Manuel Sablowski, Schülersprecher der BBS Wirtschaft. Von der Spendensumme in Höhe von 1.816,11 Euro wurden am Donnerstag jeweils 700 Euro an die anwesenden Vertreter der beiden Einrichtungen übergeben.
„Rund 400 Euro gehen zudem jedes Jahr an unsere Partnerschule in Ruanda“, erklärte Schulleiter Frank Puschhof. Christina Kunde, Projektkoordination Wünschewagen, und ihr Kollege Ralf Hoffmann verdeutlichten, dass die Fahrten, bei denen sterbenskranken Menschen ein letzter Wunsch erfüllt wird, ausschließlich durch Spenden finanziert werden. „Derzeit fahren wir rund einmal wöchentlich zu ganz unterschiedlichen Zielen – vom Musicalbesuch bis hin zu einem Tag am Meer ist alles dabei. Besonders bewegend finde ich es allerdings, wenn Menschen noch einmal etwas ganz Alltägliches erleben möchten. Dinge, die Gesunden selbstverständlich erscheinen, wie etwa der Besuch der Hochzeit der Enkelin“, so Christina Kunde.
Auch Cornelia Wagner, Projektleitung Kindertisch, bedankte sich: „Ich finde es super, dass sich Schüler für Schüler einsetzen. Dass Jugendliche Interesse an sozialen Projekten in ihrer Stadt zeigen ist großartig.“ Der Kindertisch bietet Wormser Schülern dienstags und donnerstags die Möglichkeit, nach der Schule gemeinsam zu essen, sich auszutauschen und zur Ruhe zu kommen. Das Geld werde zum Teil für einen Familienausflug im Mai sowie für die laufenden Kosten des Projekts genutzt.
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