Di., 18.08.2026
Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 27. Dezember 2017, 11:52 Uhr
    Eine Standortbestimmung von der Regionalliga Südwest bis zur A-Klasse Alzey-Worms

    Erwartungen der Wormser Fußball-Fans für das Jahr 2018

    So entspannt und zufrieden möchten nicht nur die Wormaten ihren Trainer Steven Jones, sondern auch seine Familie ihren Vater sehen. Dies hängt aber auch davon ab, wie oft seine Regionalliga-Spieler in der restlichen Rückrunde immer mindestens ein Tor mehr als der jeweilige Gegner erzielen können. Foto: Felix Diehl


    VON KLAUS DIEHL | Natürlich steht der Klassenerhalt bei der „Alten Dame Wormatia“ zu ihrem 110-jährigen Geburtstag im Jahr 2018 ganz oben auf der Wunschliste. Trotz mancher Unkenrufen – der VfR Wormatia ist in Sachen Fußball das Aushängeschild der Nibelungenstadt. Dort wird in den letzten zehn Jahren eine sehr gute Arbeit geleistet, mit dem Anspruch, in der Fußballklasse zu spielen, die finanziell machbar ist. Die Rahmenbedingungen sind überschaubar und belaufen sich auf einen Jahres­etat von zuletzt 1,2 Millionen Euro, einschließlich der Mitgliedsbeiträge.

    Mit Blick auf die Zahlen der Konkurrenten bewegt sich der VfR Wormatia nicht in der oberen Hälfte der Regionalliga Südwest. Umso erfreulicher ist es, dass der Verein schon im zehnten Jahr in Folge in der Regionalliga zu Hause ist.

    Konkurrenz weiter die Stirn bieten
    Mit jungen und talentierten Spielern, die in das Finanzkorsett passen, heißt es, finanzstärkeren Clubs die Stirn zu bieten. Derzeit liegt man mit 26 Punkten auf einem 11. Tabellenplatz und es ist zu hoffen, dass nach der Winterpause die Elf ihren Aufwärtstrend beibehält und mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird. Wünschenswert wäre, dass mehr Fans in der EWR-Arena ihr Team unterstützen und damit einen Beitrag dazu leisten, dass 4. Liga-Fußball in Worms auch weiterhin möglich ist.

    Anerkennenswert ist auch, wie sich der Verein in dieser Zeit entwickelt hat, was inbesondere für die Optimierung der Infrastruktur gilt. Zudem eine gute Jugendarbeit im männlichen wie auch im weiblichen Bereich, die nach den Versäumnissen früherer Jahre Früchte trägt.

    Oberliga Südwest
    Auch der Oberligist TSG Pfeddersheim hätte mehr Unterstützung seitens der Zuschauer verdient. Der Klassenerhalt in der starken Liga ist noch nicht in trockenen Tüchern.

    „Wir haben es jedes Jahr schwer“, kennt der 1. Vorsitzende Heinz Überschär das Geschäft und weiß, dass im Wormser Stadtteil auch hinter den Kulissen über Jahre hervorragende Arbeit geleistet wird.

    Der nach acht Jahren nach dieser Saison bei der TSG scheidende Trainer Norbert Hess hat es verstanden, immer wieder meist junge Nachwuchsspieler zu finden, welche die Oberliga als nächstes Sprungbrett ihrer weiteren sportlichen Karriere sahen. Unter beinahe familiären Verhältnissen behauptet sich die TSG in der Fünftklassigkeit.

    Inzwischen wurde parallel auch die Jugendabteilung, von den jüngsten Minis bis hin zu der A-Jugend gefördert. Mit dem Ergebnis, dass etliche Mannschaften auf Landesligaebene aktiv sind.

    TSG-Trainer Norbert Hess hofft auf noch mehr Jubelszenen bis zum Klassenerhalt. Foto: Felix Diehl


    Landesliga Ost
    Was die übrigen Fußballklassen angeht, so ist zu wünschen, dass der SV Horchheim mit seiner jungen Mannschaft die Landesliga-Ost halten kann. Ein Verein, der sich selbst „Ausbildungsverein“ nennt und mit jedem Euro rechnen muss, aber über ein tolles Vereinsgelände verfügt. Vereinsarbeit auf diesem Niveau verursacht aber immense Kosten. Dem SVH ist daher jede mögliche finanzielle Unterstützung zu wünschen, um auch die Jugendarbeit sukzessive zu verbessern.

    Wormatias Zweite ist ebenfalls eine Ausbildungsmannschaft, mit dem Ziel, talentierte Spieler aus der Jugend an die 1. Mannschaft heranzuführen. Sie wird mit dem Landesliga-Klassenerhalt keine Probleme haben, wenn auch diese Saison wohl das interne Ziel Verbandsliga nicht erreichbar sein dürfte. Dieses Vorhaben wurde bekanntlich in den letzten drei Jahren auf der Zielgeraden der Relegationsspiele knapp verfehlt.

    Bedingt durch Abgänge wurde eine völlig verjüngte Mannschaft mit Spielern aus der A-Jugend in das Rennen geschickt, sodass die jetzige Saison mehr als ein Lehrjahr gewertet werden sollte.

    Fußball auf Kreisebene
    Dass wieder mehr Vereine aus dem alten Fußballkreis Worms eine größere Rolle spielen, würde der Region gut zu Gesicht stehen.

    Nur die TSG Pfeddersheim II und der SV Gimbsheim sind in der oberen Tabellenhälfte zu finden, Eintracht Herrnsheim, SV Guntersblum, der VfL Gundersheim und der TSV Gundheim rangieren allesamt in der akuten Abstiegszone und haben deshalb für den weiteren Rückrundenverlauf den Fokus darauf gerichtet, verlorenen Boden wieder gut zu machen. Am Eicher Altrhein hoffen die Germanen auf die Meisterschaft in der A-Klasse Alzey-Worms und den Aufstieg in die Bezirksliga. Allerdings müssen sie sich mit starker Konkurrenz aus dem Alzeyer Raum auseinandersetzen. Ob die TG Westhofen hierbei noch einmal herankommen wird, ist sicherlich nicht unmöglich, aber es wird ein sehr schweres Unterfangen.

    Ganz andere Ziele verfolgt man hingegen beim SVLeiselheim. Beim Aufsteiger steht nach 14 Spielen und nur fünf Punkten der Wunsch nach dem ersten Dreier ganz oben auf der Liste. Neues Jahr, neues Glück! Lassen wir uns überraschen, was 2018 bringt.

    Anzeige Reifen Mast KN10123Anzeige Platten NOLLAnzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1
    Anzeige Tip SüdhessenAnzeige Cecil Cycle KN18256Anzeige Ticketshop
    Anzeige AmtsblattAnzeige das WormserAnzeige 3 Füller 1