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  • Di., 16. April 2013, 17:53 Uhr

    Erwartungen wurden nicht enttäuscht

    MdB Klaus Hagemann lädt Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Förderzentrums Worms nach Berlin ein


    Auf Einladung von MdB Klaus Hagemann besuchten 10 Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Förderzentrums Worms die Bundeshauptstadt Berlin.

    Schon die Fahrt mit dem ICE war sehr spannend, denn für die meisten der Jugendlichen bedeutete dies die erste lange Reise. In der Bundeshauptstadt angekommen, wurden sie nicht enttäuscht.

    Hier erwartete sie das Berlin der Superlative. Sie kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schon der riesige Bahnhof mit den vielen Geschäften beeindruckte sie. Auf dem Weg zum Hotel lernten sie weitere „Highlights“ kennen: Prachtstraßen wie „Unter den Linden“, das KaDeWe, das größte Warenhaus auf dem europäischen Kontinent, die „Goldelse“, wie die Viktoria mit der Schuhgröße 94 auf der Siegessäule von den Berlinern liebevoll genannt wird und natürlich den Fernsehturm, das höchste Gebäude Deutschlands.

    Im Hotel angekommen, wurden die Zimmer bezogen. Auch hier gab es viel Staunen, denn die wenigsten Schülerinnen und Schüler hatten schon einmal in einem Hotel übernachtet. Bei einer Berlinfahrt gehört natürlich ein Kudammbummel dazu. Die Schülerinnen und Schüler stürmten die Andenkenläden, um sich mit T-Shirts einzudecken und den Daheimgebliebenen etwas mitzubringen.

    Doch diese Reise war auch zur politischen Bildung gedacht. Es gibt wahrscheinlich keinen besseren Ort als Berlin, an dem Jugendlichen die deutsche Geschichte begreifbar gemacht werden kann.

    Am Checkpoint Charly, wo sich 1961 sowjetische und alliierte Panzer mit scharfer Munition gegenüberstanden und es fast zu einem weiteren Krieg gekommen wäre, konnten die Jugendlichen die damalige frostige Atmosphäre nachvollziehen. Die Teilung der Stadt war an vielen Stellen noch durch Reste der Mauer sichtbar.

    Auch die ehemalige Stasi-Zentrale besuchten sie und wunderten sich, mit welchen Methoden gearbeitet wurde. Doch nicht nur das geteilte Deutschland, die unterschiedliche Entwicklung der BRD und der DDR und schließlich die Wiedervereinigung standen im Mittelpunkt dieses lebendigen Geschichtsunterrichts.

    In Berlin gibt es auch noch viele Zeugnisse des Nazi-Regimes. Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erzählt von den verschiedenen Widerstandsbewegungen gegen Hitler und den gescheiterten Versuchen, Deutschland von dem Diktator zu befreien. Wie es heute in Berlin politisch zugeht, das konnten die Schüler und Schülerinnen im Reichstagsgebäude erfahren.

    Sie besuchten den deutschen Bundestag, erfuhren etwas über die Arbeit der Abgeordneten und über den Ablauf der Debatten. Mit MdB Klaus Hagemann, der extra aus Brüssel nach Berlin gekommen war, um die Wormser Gäste zu begrüßen, konnten sie sich austauschen und einen Politiker hautnah erleben.

    Vollgepackt mit vielfältigen Eindrücken und Souvenirs wurde die Heimfahrt angetreten, nicht ohne sich überschwänglich bei Klaus Hagemann und seiner Frau Lilo zu bedanken, die die Gruppe die ganze Zeit über fürsorglich umsorgt hatte.

    Klaus Hagemann sich die Zeit, die Schülerinnen und Schüler zu einer letzten Stadtrundfahrt zu begleiten, bevor es wieder nach Hause ging.

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