Do., 31. Juli 2014, 21:32 Uhr
„Runder Tisch“ im Wormser Rathaus schließt ohne positive Nachricht für mehr als 150 Berufspendler / OB Kissel kündigt offizielle Stellungnahme für Freitag an
Es bleibt bei der Streichung des IC-Zugpaares nach Frankfurt!
Wie der NK erfahren hat, bleibt es bei der Streichung des IC-Zugpaares 2284 und 2285 zwischen Worms und Frankfurt. Dieses vorläufige Ergebnis kommunizierte der Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel nach dem „Runden Tisch“, an dem Betroffene, DB-Verantwortliche sowie Vertreter der Politik am späten Donnerstagnachmittag im Wormser Rathaus zusammengekommen waren.
Hier sollte die Problematik erörtert, eventuelle Alternativen ausgelotet, bzw. die beabsichtige Streichung zum Fahrplanwechsel im Dezember im Idealfall wieder rückgängig gemacht werden.
Weit mehr als 150 Pendler von Worms nach Frankfurt sind von der Änderung betroffen und müssten auf die weit längere, und wegen des Umstieges in Biblis, zeitlich unsicherere Verbindung ausweichen. (Der NK berichtete). Zudem zeigte sich gerade die Politik betroffen durch die von dem durch die Streichung entstehenden Standortnachteil von Worms als eventueller Wohnstadt für Berufstätige aus dem Frankfurter Raum.
Der Wegfall des Zugpaares werde mit einem jährlichen Verlust von rund 1 Million Euro auf dieser Strecke beziffert, so das Stadtoberhaupt gegenüber dem NK zu den Gründen der DB. Allerdings sei man übereingekommen, intensiv nach seiner alternativen Lösung auf Ebene eines Regionalzuges zu suchen.
Zunächst werde Kissel im Laufe des morgigen Tages eine offizielle Pressemitteilung herausgeben. Der NK wird in seinen ausgaben, auf seiner Homepage und hier zeitnah weiter berichten.
Pendler Joachim Kölling äußerte sich als einziger Vertreter der Betroffenen in einer ersten Reaktion natürlich enttäuscht, wenngleich er zugab, „Nichts anderes erwartet zu haben“. Man werde zwischen den einzelnen Verkehrsverbünden zerrieben, wobei er sich auch, was das Finden adäquater Alternativen angehe, wenig zuversichtlich zeigte. „In diesem Leben“, schloss er resigniert, „wird sich daran nichts mehr ändern.“