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  • Mi., 03. April 2019, 16:18 Uhr
    Neubau der Nibelungenbrücke soll 2025 beginnen und bis 2028 umgesetzt sein / Verkehrsfluss soll aufrecht erhalten werden

    „Es geht um ein weiteres Jahrhundertbauwerk“

    Oberbürgermeister Michael Kissel (rechts) und Bernhard Knoop, Leiter des Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, stellen die Pläne für die neue Nibelungenbrücke vor. Foto: Ina Pohl


    Von Ina Pohl | Am Mittwoch informierten Oberbürgermeister Michael Kissel und Bernhard Knoop, Leiter des Landesbetriebes Mobilität Rheinland-Pfalz  (LBM), bei einem Pressegespräch im Sitzungssaal des LBM über die Pläne des Ersatzneubaus der Nibelungenbrücke.

    „Die Nibelungenbrücke hat eine theoretische Restlebensdauer bis 2028“, erklärt Bernhard Knoop. Täglich fahren etwa 23.000 Fahrzeuge über die „alte Rheinbrücke“ und beanspruchen stark den Beton und das übrige Material. Die Poren des Betons haben zwar eine gewisse Toleranz, können jedoch bei langer und starker Beanspruchung reißen. Rissfreier Beton sei auch mit den heutigen Technologien unmöglich herzustellen. „Diese Risse führen zur Beeinträchtigung des Materials“, so Knoop. Eine Sanierung der sogenannten Strombrücke – der Teil der Brücke, der sich über den Rhein spannt – ist laut Bernhard Knoop nicht machbar. Deshalb soll dieser Teil der Nibelungenbrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die beiden Vorlandbrücken auf rheinland-pfälzischer und hessischer Seite, und natürlich der Brückenturm, bleiben bestehen und sollen bei Bedarf saniert werden. Der Verkehr soll komplett auf die „neue Rheinbrücke“ umgeleitet werden. Eine gute Anbindung an die B9, sowohl Richtung Ludwigshafen als auch Richtung Mainz, und in Richtung Innenstadt sollen bei den Plänen berücksichtigt werden.

    Wichtiger Teil der Infrastruktur
    Oberbürgermeister Michael Kissel betont: „Die Nibelungenbrücke ist ein wichtiger Teil der Infrastruktur in Worms. Daher ist es der Stadt sehr wichtig, dass der Verkehrsfluss aufrecht erhalten werden kann“. Auch für den Schiffsverkehr soll es während der Bauphase zu einer Vollsperrung kommen. Die Nibelungenbrücke wurde von 2010 bis 2013 bereits saniert. Schon vor der Sanierung war klar, dass die Brücke nach etwa 15 bis 20 Jahren erneuert werden muss. Laut der damaligen Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, habe sich die Sanierung gerechnet.

    Neben den neuen Plänen werde die Brücke jedoch weiterhin regelmäßig überprüft und instand gesetzt, da das Thema sehr sensibel sei. Die regelmäßige Kontrolle garantiere die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, auch wenn sich der Zeitplan der Bauarbeiten nach hinten verschieben sollte.

    20 Millionen Euro
    Die Kosten für den Abriss und den Neubau der Brücke sollen sich auf etwa 20 Millionen Euro belaufen. „Da die Brücke Baulast des Bundes ist, trägt dieser auch die Kosten“, so Knoop. Die Bauarbeiten sollen 2025 beginnen und bis 2028 abgeschlossen sein. Die Dauer hängt vom Entwurfsplan ab, der mit dem Bund beschlossen werden muss. Derzeit plane man die Errichtung einer Zwillingsschwester der denkmalgeschützten Brücke. Im Vorfeld müssen noch Abstimmungen, unter anderem mit der Denkmalpflegebehörde und der Schifffahrtsverwaltung, getroffen werden. „Bautechnisch ist die Nibelungenbrücke so nicht zu erhalten. Das wäre ein zu hohes Risiko. Das müssen wir der Denkmalpflegebehörde kommunizieren“, erklärte Bernhard Knoop abschließend.

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