Über 300 Kinder besuchen Ausstellung der Leiselheimer Vogel- und Geflügelzüchter im Saalbau / Anfassen ausdrücklich erwünscht
Es gibt ein Leben jenseits der Legebatterien
Von wegen „verwahrlostes Äußeres”. Das Strupphuhn ist wegen seiner besonderen Federstruktur alles andere als durchgestylt, aber alleine dadurch wird es zu einer Besonderheit, wie auch die Klasse 1b der Diesterweg-Grundschule bei näherer Betrachtung fand. Foto: Steffen Heumann
Neugierig gingen die Schüler und Kindergartenkinder an zwei Tagen auf Entdeckungsreise. „Für die Vereinsmitglieder eine gute Möglichkeit dem jungen Menschen zu zeigen, dass es abseits von Legebatterien eine besondere Arten- und Farbenvielfalt an Rassetieren mit vielen Besonderheiten gibt”, so der Vorsitzende Josef Schmidt. Vom Strupphuhn bis zum Perlhuhn aus Afrika, Anfassen und Vergleichen war ausdrücklich erwünscht. Ein 10 Tage altes Kücken in die Hand zu nehmen wurde schnell zum Erlebnis. Und der Klassiker natürlich: die felligen Hasen streicheln, die es auch zu bestaunen gab.
Lob für Züchterinnen im Verein
Ehrenvorsitzender Siegfried Deibert war stolz, dass die dritte Veranstaltung dieser Art wieder so regen Anklang fand. Ein Lob zollten Deibert und Schmidt unisono den Züchterinnen im rund 100 Mitglieder starken Verein, die zu den Aktivposten zählen und immer mit anpacken. „Ich möchte dazu beitragen, die Art zu erhalten”, erläutert Alexandra Slizewski ihre Vorliebe für die Bartzwerge, ein Haushuhn, dass nur in Zwergform existiert. Und natürlich auch dem Genuss der frischen Eier wegen, sei es ein tolles Hobby, ergänzt Alexandra Slizewski.
Nastasia Müller erläuterte, dass jedes Wachtelei wie ein genetischer Fingerabdruck einmalig auf der Welt sei. Die Züchterin besucht mit Küken und Hühnern auch Kindergärten, Schulen oder Altenheime und referiert über den Unterschied zwischen Streichel- und Nutztieren. Dass sich ein kleines Ei zu einem prächtigen Hahn entwickle, sei dabei nicht nur für die jungen Zuhörer faszinierend.
Thema passend zur Jahreszeit
„Das passt perfekt in die Osterzeit”, loben die beiden Grundschullehrerinen Katja Hessel und Maike Wilms die Idee der kindgerechten Ausstellung. Nicht jedes Kind habe einen direkten Bezug zum Thema Huhn und Ei. Ein Besuch im Saalbau sei daher eine tolle Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln. Nach einem kurzen Filmbeitrag und den vielen Eindrücken hatten die Erstklässler noch Gelegenheit auf dem benachbarten Spielplatz zu toben. Das Team vom Leiselheimer Vogel- und Geflügelzuchtverein freute sich derweil schon über die nächste Besuchergruppe und hofft auf ein Wiedersehen am ersten Adventswochenende. Dann findet im Saalbau wieder die große zweitägige Lokalschau statt.