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  • Sa., 24. Februar 2024, 16:30 Uhr
    Wie steht es in der B-Klasse Süd: SV Gimbsheim II bisher ohne Niederlage / SV Leiselheim, SV Guntersblum II, VfL Gundersheim II und TuS Hochheim warten auf ihre Chance

    Es herrscht Spannung bei der Aufstiegsfrage

    Im Kampf um den zweiten Platz hat der SV Leiselheim zurzeit die Nase vorn. Für Kapitän Sandro Vogt (Mitte) und seinem Team beginnt nach Ostern mit drei Spitzenduellen die heiße Phase der Saison. Foto: Felix Diehl


    Von Marcus Diehl › Die B-Klasse startet am ersten Märzwochenende in die restliche Spielzeit. An der Tabellenspitze thront der SV Gimbsheim II. Die Mannschaft ist das einzige Team, das bisher ohne Niederlage durch die Runde gekommen ist. Ausschließlich beim Tabellenzweiten SV Leiselheim reichte es nur für ein Unentschieden. Der Kampf um den Relegationsplatz verspricht Spannung: Hinter Leiselheim warten der SV Guntersblum II, der VFL Gundersheim II und der TuS Hochheim auf ihre Chancen.

    Nicht überraschend

    Bei acht Siegen in neun Saisonspielen ist der Gimbsheimer Trainer Damir Schwind mit seinem Team sehr zufrieden: „Bei der Hinrunde gab es nichts zu meckern.“ Verbesserungspotenzial sieht er trotzdem: „Ich würde mir von den jungen Spielern noch mehr Leidenschaft und Ehrgeiz wünschen.“ Es war damit zu rechnen, dass Gimbsheim eine strake Rolle in dieser Saison spielen dürfte. Die sehr gute Entwicklung kommt für die Verantwortlichen auch nicht überraschend, denn sie profitieren nun von der guten Nachwuchsarbeit, die in den letzten Jahren im Verein betrieben wurde.

    „Haben es in der eigenen Hand“

    Mit den bisherigen Leistungen muss die Verteidigung des Spitzenplatzes das große Ziel am Ende der Saison sein. „Wir haben es in der Hand und wollen es jetzt auch zu Ende bringen“, ist sich Schwind bewusst. Als schärfsten Konkurrenten sieht er den SV Leiselheim. Aber auch den TuS Hochheim schätzt er für die Rückrunde stark ein. Nicht so glücklich ist er über die vielen freien Wochenenden und die wenigen Spiele in dieser Saison. Da sieht er den Verband in der Pflicht, etwas zu ändern und fügt etwas amüsiert hinzu: „Die Jungs freuen sich über die freien Wochenenden, da können sie das eine oder andere Bundesligaspiel schauen gehen.“

    Noch Luft nach oben

    Sechs Punkte hinter Gimbsheim und einen Punkt vor der Konkurrenz steht der SV Leiselheim auf dem zweiten Tabellenplatz, dabei haben sie ein Spiel weniger bestritten.
    Trainer Michael Liebisch bedauert jene Phase in der Saison, in der zu viele Punkte liegen gelassen wurde. „Ansonsten sind wir mit dem Verlauf zufrieden“, so der Trainer. Arbeiten möchte er an der Kompaktheit und der fehlenden Konstanz seiner Mannschaft. Innerhalb eines Spiels seien die Leistungen zu wechselhaft. Die Abgänge im Sommer wurden gut kompensiert. Die Entwicklung der Mannschaft schreitet voran, ist aber für den Trainer noch nicht abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben.“

    „Können ganz vorne dabei sein“

    Für die Meisterschaft ist in den Augen von Michael Liebisch der SV Gimbsheim der klare Favorit. Platz zwei sieht er völlig offen. „Wenn wir unsere Leistungen auf den Platz kriegen, können wir ganz vorne dabei sein." Als Voraussetzung sieht er eine gute Vorbereitung. Zuerst möchte die Mannschaft nur auf sich selbst schauen und von Spiel zu Spiel denken. Auch Liebisch sieht die wenigen Saisonspiele als ein großes Problem an: „Wenn zwei oder drei Wochen kein Spiel stattfindet, ist es recht schwierig, die Spannung hochzuhalten. Manchmal besteht die Möglichkeit, ein Testspiel auszutragen. Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit, es so zu nehmen, wie es ist.“

    Eine enge Kiste

    Für den Spielertrainer vom VfL Gundersheim, Fabian Lang, wird der Kampf um Platz zwei eine ganze enge Kiste. „Wenn wir als Team auftreten und dann unser Bestmögliches herausholen, können wir um die Relegation mitspielen“, so Lang. Seiner Meinung nach wird der Titel an den SV Gimbsheim gehen. Leiselheim und Hochheim schätzt er als die Favoriten für den Aufstieg ein.

    Geplante Entwicklung angestrebt

    Was den bisherigen Saisonverlauf betrifft, ist er sehr zufrieden mit seinem Team. Die sehr junge Mannschaft machte eine enorme Entwicklung und ist noch näher zusammengewachsen. Die Neuzugänge – externe oder aus der eigenen Jugend – bilden immer mehr eine Einheit. Allerdings würde er sich bei dem ein oder anderen Spieler eine höhere Bereitschaft wünschen. „Dann könnten wir in jedem Spiel mit voller Kapelle angreifen. Ansonsten bin ich von meinem Team überzeugt und konnten in dieser Saison die geplante Entwicklung endlich anstreben.“ Das Potenzial für die A-Klasse ist vorhanden. Überstürzen wollen sie es aber nicht. Im Vordergrund steht ein gezielter Aufbau der Mannschaft, um den jungen Spielern die Zeit zu geben, die sie benötigen. Um die freien Wochenenden zu überbrücken, versucht der VfL durch verschiedene Teamevents die Jungs bei Laune zu halten. Auch besteht die Option, bei der ersten Mannschaft Erfahrungen zu sammeln.

    Immer Raum für Verbesserungen

    Obwohl sie zurzeit die schlechtesten Karten um den Aufstieg besitzen, wird der TuS Hochheim von allen Vereinen mit am höchsten gehandelt. Trainer Amin Hadj-Chaib sieht das natürlich etwas differenzierter: „Wir sollten die Spiele als einzelne Schritte betrachten, die wir behutsam und ohne Druck auf die jungen Spieler angehen, ohne dabei voreilige Prognosen zu stellen.“ Für ihn gibt es immer Raum für Verbesserungen in seiner Mannschaft. Exemplarisch nannte er das Defensivverhalten. „Es ist entscheidend, geduldig und behutsam mit den jungen Spielern umzugehen und kontinuierlich im Training zu arbeiten“, so der Trainer.

    Niederlagen als Lektion

    Gegen die beiden Teams aus dem Tabellenkeller kassierten sie zwei Niederlagen. Dem gegenüber steht ein Kantersieg gegen den SV Leiselheim. „Wie die Spiele angegangen werden, ist eine mentale Angelegenheit. Diese Niederlagen sollten als Lektion betrachtet werden. Gegen Leiselheim passte einfach alles. Es war wichtig, das Ergebnis nicht überzubewerten.“

    Der TuS Hochheim betreibt eine solide Jugendarbeit. Für Amin Hadj-Chaib der absolute richtige Weg: „Ich unterstütze solche Konzepte, da ich überzeugt bin, dass alles andere langfristig wenig Erfolg verspricht.“ In der Winterpause kam durch Neuzugänge viel Erfahrung zum Team hinzu. „Sie bringen wertvolles Wissen mit, von dem unsere jungen Spieler profitieren können. Man könnte es mit Mentoren im Berufsleben vergleichen“, erklärt Hadj-Chaib. Im Spielbetrieb helfen können aber noch nicht alle, denn sie werden erst zur kommenden Saison spielberechtigt sein.

    Was Amin Hadj-Chaib etwas die Laune verdirbt. „Für die Ihrig-Brüder bedauere ich es zutiefst. Sie haben jahrelang für ihren Verein ihr Bestes gegeben. Dass sie nicht freigegeben werden, erscheint mir unfair. Es ist wichtig, sich immer vor Augen zu halten, dass es hier um unser Hobby geht. Daher ist es nicht nachvollziehbar, denjenigen dieses Hobby zu nehmen, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen."
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