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  • Mo., 04. Juli 2022, 10:38 Uhr
    50 JAHRE VG EICH: In fünf Jahrzehnten eine Einheit geworden / Bei Festakt in der Altrheinhalle Verdienste gewürdigt

    „Es ist eine besondere Ecke“

    Historiker Dr. Gunter Mahlerwein brachte die Geschichte der Verbandsgemeinde Eich beim Festakt auf den Punkt. Foto: Rudolf Uhrig


    Von Rudolf Uhrig | Nein, es ist nicht der Pandemie geschuldet, dass der Festakt zum 50-jährigen Jubiläum der Verbandsgemeinde Eich später beginnt als geplant. Vielmehr ist vorab – an einer speziell eingerichteten Fotowand – ein Erinnerungsfoto eines jeden Ehrengastes mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Maximilian Abstein, geplant. Die Schlange vor der Altrheinhalle ist lang, die Uhr zeigt bereits 17.20 Uhr. Die Bühne ist eher spartanisch, die Flaggen der Bundesrepublik, die Europa-Fahne, Rheinland-Pfalz und die der VG prägen das Bild: ein Hochgesteck und ein Rednerpult. Petra Ludwig, Susanne Knorpp und Oliver Schmitt vom Musikverein Mettenheim spielen zu Beginn „It’s wonderful, I got Rhythm“.

    Fünf Gemeinden, fünf Jahrzehnte

    Nach der Begrüßung durch den VG-Chef, Maximilian Abstein, entbietet Staatssekretär David Profit die Grüße der Landesregierung. Und vielleicht hätte es ja der eine oder andere als Affront gedeutet, wenn Profit bezogen auf das Altrheingebiet von „… es ist eine besondere Ecke“ spricht. Hätten sich doch – zu früheren Zeiten – wohl die Gemeinden, Alsheim und Mettenheim, also westlich der „trennenden“ B 9 davon distanziert. Dass aber aus den fünf Gemeinden in fünf Jahrzehnten doch eine Einheit geworden ist, dazu führt Abstein auch das Wirken von Helmut Oswald und Gerhard Kiefer, seiner beiden Vorgänger, an. Allerdings attestiert in seiner Festrede Dr. Gunter Mahlerwein auch Abstein jene integrative Kraft, vielleicht sogar mehr denn je, denn „erstmals ist ein VG-Bürgermeister jünger als die VG selbst“.

    Betrachtungsweisen, Erkenntnisse und Deutungen

    Nach dem kräftigen Gospel-Medley von Frank Häser am Keyboard und dem Sänger Stefan Zier, Mainzer Hofsänger, die in Gimbsheim wohnen, geht der Historiker Mahlerwein auf die Geschichte, aber auch auf Geschichten in und um die VG ein, die Ortsgemeinden und den Werdegang. Mal ganz tief ins Detail. „Ich hätte auch meine Rede zum 40-jährigen Jubiläum, ergänzt um das nächste Jahrzehnt, halten können“, meint Mahlerwein, aber das tut er nicht. Gibt es doch immer wieder neue Betrachtungsweisen, Erkenntnisse und Deutungen. Und jene trägt der Gimbsheimer nicht selten mit seinem eigenen Humor vor, mit gekonnt gesetzten Bonmots.

    Bevor auch Landrat Heiko Sippel seine Grüße entbietet, versprühen Hanna Oswald und Katharina Kuhn, zwei Funkenmariechen aus Gimbsheim, wahre tänzerische Funken. Den „No Names“ aus Alsheim gehört der musikalische Schlusspunkt mit dem Ragtime von Scott Joplin „The Entertainer.“

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