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  • Mi., 02. Mai 2018, 22:52 Uhr
    Nach 3. großer Kostensteigerung für das Parkhaus am Dom: Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert Rücktritt von Uwe Franz

    „Es wird Zeit für den Dezernenten!”

    Beim Parkhaus am Dom laufen dem Baubereich die Kosten davon: Statt 16.000 Euro kostet ein Stellplatz nun 24.000 Euro, also 50 Prozent mehr. „Das ist der Offenbarungseid von Baudezernent Franz, der sich noch weigert, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass das Projekt finanziell komplett aus dem Ruder gelaufen ist”, so Richard Grünewald, Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

    Der Beschluss des Stadtrates, das marode Parkhaus am Dom abzureißen und neu zu bauen, fiel auf der Grundlage von Baukosten in Höhe von 6,7 Millionen Euro, was 16.000 Euro pro Parkplatz entsprochen hätte. Dem folgten 3 gravierenden Kostensteigerungen, die sich auf Mehrkosten von 50 Prozent pro Stellpatz summieren, wie Grünewald erklärt und die Fakten auflistet:

    1. Kostensteigerung Juli 2016: Als klar wird, dass der Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, wird die Parkhausplanung von 414 auf 370 Plätze reduziert, verteuert sich aber dennoch auf 7,2 Mio. Bezogen auf einen, nun 19.000 Euro teuren Stellplatz, eine Kostensteigerung von 20%.

    2. Kostensteigerung März 2017: Die Verwaltung meldet 800.000 Euro Mehrkosten an. Ein Platz kostet nun 22.000 Euro und somit 37% mehr als eigentlich Beschlussgrundlage war.

    3. Kostensteigerung Mai 2018: Es sollen nochmals rund 1 Million Mehrkosten anfallen. Pro Stellplatz schlagen nun 24.000 Euro zu Buche, also 50% mehr als die versprochenen 16.000 Euro.
    Und noch ist das Parkhaus nicht fertiggestellt, geschweige denn abgerechnet.

    „So nachvollziehbar gewisse Kostensteigerung oder auftretende Probleme beim Bau prinzipiell sein mögen. Bei 50% Mehrkosten ist das Maß voll!”, betont Richard Grünwald. „Sonst könnte der Stadtrat sich auf Zahlenangaben, die als Entscheidungsgrundlage für größere Projekte geliefert werden, überhaupt nicht mehr verlassen”, unterstreicht der Grünen-Stadtrat.

    „Wir erwarten, dass für diese massive Kostenüberschreitung jetzt Verantwortung übernommen wird. Es ist an der Zeit, dass der Baudezernent angesichts dieser Kostenexplosion seinen Platz für einen Nachfolger räumt, der Projekte so führen kann, dass sie zeitlich und finanziell nicht jeden Rahmen sprengen”, fordert die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

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