Am Mittwochmorgen fand am Wormser Klinikum das Richtfest des 30 Millionen Euro teuren Erweiterungsbaus statt
Etappenziel beim Mutter-Kind-Zentrum erreicht
Traditionelles Richtfest am Klinikum. Von links: Peter Rumpf, Friedrich Haas, Jens Guth, Christiane Schmittko und Michael Kissel. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Der Spatenstich für das neue Mutter-Kind-Zentrum am Wormser Klinikum erfolgte im Oktober 2014. Die Rohbaufertigstellung des viergeschossiges Neubaus mit dem traditionellen Richtfest konnte am Mittwoch unter Anwesenheit von Vertretern aus der Politik sowie der Architekten und Handwerker gefeiert werden.
30 Millionen Euro
Das viergeschossigen Mutter-Kind-Zentrum wird rund 30 Millionen Euro kosten, von denen das Land rund 13 Millionen Euro übernimmt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Februar 2018 vorgesehen, wobei ein erster Bauabschnitt schon vorher abgeschlossen sein soll, sodass dort die ärztliche Patientenversorgung bereits Anfang 2017 anlaufen kann. Das Mutter-Kind-Zentrum wird über insgesamt 168 stationäre Betten verfügen und direkt an das Hauptgebäude andocken.
Deutschlandweit einzigartig
Das Mutter-Kind-Zentrum wird in seiner Art deutschlandweit einzigartig sein, denn es vereint zukünftig Kinderklinik, Neugeborenen- und Neugeborenenintensivstation, Kreißsaal und Gynäkologie in einem Gebäudetrakt. Im Untergeschoss finden sich zukünftig die Räumlichkeiten der Gynäkologie, im Erdgeschoss die der Kinderklinik. Im 1.Obergeschoss werden die Neugeborenen- und Neugeborenenintensivstation mit direktem Zugang zum Kreißsaal untergebracht.
Neben hochmodernen Patientenzimmern und Behandlungsräumen schafft das Klinikum so kurze Wege zwischen der Kinder- und Frauenklinik, die sowohl den Patienten als auch den eigenen Mitarbeitern zu gute kommen. „Mit dieser räumlichen Erweiterung kommen wir dem Bedürfnis unserer Patienten nach modernen und großzügigen Gesundheitseinrichtungen entgegen“, so Klinikum-Geschäftsführer Friedrich Haas am Mittwochmorgen.
Stolz auf das innovative Großprojekt ist auch Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Michael Kissel: „Der Neubau des Mutter-Kind-Zentrums ist ein weiter wichtiger Meilenstein in der Geschichte unseres Klinikums und trägt dabei maßgeblich zur stetigen Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Wormser Bevölkerung und des Umlandes bei.“
Geriatrie zieht ein
In das 2. Obergeschoss des Mutter-Kind-Zentrums wird die geriatrische Abteilung des Hochstifts einziehen. Zurzeit verfügt die Abteilung über 30 Betten, soll aber auf 41 Betten vergrößerte werden. OB Kissel sagte diesbezüglich, es mache Sinn, alle Abteilungen von Hochstift und Klinikum auf den Standort des Klinikums auf der Herrnsheimer Höhe zu konzentrieren. Für das Gebäude des Hochstiftes prüfe man andere Nutzungsmöglichkeiten. Diese könnten entweder im medizinischen Bereich liegen, etwa ein Ärztehaus oder ein Hospiz, es könnte aber auch eine ganz andere Verwendung gefunden werden.