
30 Prozent Zölle auf Warenimporte aus der EU in die USA – dieses Damoklesschwert schwebt auch über der rheinhessischen Exportwirtschaft. „Verhindern kann das nur das Verhandlungsgeschick der EU-Kommission“, mahnt Jan Metzler, der hierzu im engen Austausch mit Unternehmen aus der Region sowie mit seiner Parteikollegin im Europaparlament steht.
Der 1. August rückt näher – und damit der Stichtag, an dem US-Präsident Trump angekündigt hat, Zölle in Höhe von 30 Prozent auf EU-Importe zu erheben. Vertreterinnen und Vertreter der exportorientierten Wirtschaft in Rheinhessen, u.a. auch aus der Winzerschaft, haben sich dazu an Jan Metzler gewandt. „Für die deutsche Weinwirtschaft, für die die USA der international wichtigste Absatzmarkt sind, wäre es ein absolutes Katastrophenszenario“, schildert Metzler.
Die drohenden Zölle treffen die Betriebe zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt: Preisverfall, hohe Betriebskosten und volle Keller setzen viele Winzerfamilien unter Druck. Hinzu kommen ein rückläufiger Weinkonsum, wachsende Importkonkurrenz und der Trend zu alkoholfreien Alternativen – all das verschärft die wirtschaftliche Lage zusätzlich. „Was mir die Winzerinnen und Winzer berichten, ist längst kein saisonaler Engpass mehr, sondern eine existenzielle Bedrohung“, betont Metzler.
Um die Sorgen der rheinhessischen Wirtschaft direkt in Brüssel zu platzieren, steht Jan Metzler in engem Austausch mit seiner Parteikollegin Christine Schneider, der Europa-Abgeordneten für Rheinhessen und die Pfalz. Denn alle Augen richten sich nun auf die von der Christdemokratin Ursula von der Leyen geführte EU-Kommission, welche gefordert ist, ein Zollabkommen mit den USA zu verhandeln.
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