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  • Mo., 25. Januar 2016, 14:33 Uhr
    Hauptversammlung beim Heimatverein Leiselheim mit wichtigen Neuwahlen: Heinrich Bock tritt Nachfolge an / Heimatmuseum als Herausforderung

    Eugen Schüler scheidet aus Altersgründen aus

    Eugen Schüler, langjähriger Vorsitzender des Heimatvereines Leiselheim mit OB Michael Kissel bei der Eröffnung des Nikolausmarktes. Archivfoto: Steffen Heumann


    Die Mitglieder des Heimatvereines Leisleheim wurden in diesem Jahr nicht außergewöhnlich früh (wegen der anstehenden Jubiläumsfeier Ende Februar), sondern auch aus einem besonderen Anlass bei der Hauptversammlung zusammengerufen: Der Gründer und langjährige Vorsitzende Eugen Schüler gab sein Amt aus Altergründen auf. Es standen also wichtige Neuwahlen an. In seiner Abschiedsrede kam Eugen Schüler noch einmal auf die Anfänge zurück: Mit Richard Roschy zusammen wurde die Leiselheimer Chronik geschrieben und herausgegeben. Der guten Absatz überraschte die Autoren und sie wollten die Einnahmen ihrem Heimatdorf zukommen lassen. Da traf es sich gut, dass der damalige Ortsvorsteher, Helmut Müller, eine Möglichkeit suchte, die Preisgelder aus dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden” in Leiselheim zu halten. So kam es zur Gründung eines Heimatvereins und Eugen Schüler wurde der Vorsitzende.

    Größter Traum blieb unerfüllt

    Dies war vor 15 Jahren. Die Chronik wurde in Form von „Jahresheften” fortgeschrieben, denn die Autoren hatten genug Stoff aus der Leiselheimer Geschichte, um die Leser immer wieder zu begeistern. Es ist ihm daran gelegen gewesen, mit den Nachbarvereinen guten Kontakt zu haben; so freut er sich, Theo Cronewitz vom Heimatverein Pfiffligheim begrüßen zu können. In Leiselheim wurden auch neue Traditionen geschaffen, wie die beliebte „Mundartweinprobe”. Der jährliche „Nikolausmarkt” freut sich allgemeiner Beliebtheit über die Grenzen Leiselheims hinaus. Der „Dorfgemeinschaftsabend” gehört zum festen Programmpunkt. Nur sein größter Traum bleibt unerfüllt: In seiner Amtszeit ist es Eugen Schüler nicht gelungen, eine Heimatmuseum für die vielen Erinnerungsstücke aus der Leiselheimer Vergangenheit, die sich bisher angesammelt haben, zu finden. Es konnte zwar ein finanzieller Grundstock geschaffen werden, aber es reichte noch nicht zur Verwirklichung; diese Aufgabe muss er seinem Nachfolger überlassen.

    Nachfolger einstimmig gewählt

    Und den Mitgliedern konnte mit Heinrich Bock ein engagierter und an der Leiselheimer Geschichte interessierter Nachfolger vorgeschlagen werden. Die Mitglieder haben ihn einstimmig gewählt. In seiner Antrittsrede stellt er fest, dass er in „große” Fußstapfen treten wird. Er ist sich wohl bewusst, dass die Satzung ihm große Aufgaben stellt, jedoch das größte Anliegen wird wohl bleiben, dass man eine Unterkunft für den reichen Fundus bekommt, der jetzt noch in Privatarchiven lagert. Als nächste Aufgabe wartet schon die Mitgestaltung des großen Jubiläumsfestes am 28. Febr. 2016. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die bisherigen Mitglieder des Vorstandes in ihren Ämtern bestätigt: 2. Vorsitzender: Richard Roschy, Kassenwart: Mirko Hammann, Schriftführer: Hans Otto Pristaff und 7 Beisitzer.

    Die Sitzung klang aus mit der Vorstellung der geplanten Maßnahmen in naher und ferner Zukunft: Zum bevorstehende Jubiläumsfest will der Verein einen Beitrag leisten. Historische Gebäude sollen ein „touristisches Hinweisschild” bekommen. Natürlich dürfen die Traditionsveranstaltungen (Mundartweinprobe und Nikolausmarkt) nicht fehlen. Auch das Jahresheft wird unter alter Autorenschaft fortgeführt. Die Mitglieder ließen den Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen.

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