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  • Do., 09. Mai 2019, 17:35 Uhr
    42. Wormser Kunstradsport Cup: VfH Worms erweist sich für internationales Teilnehmerfeld aus neun Nationen erneut als perfekter Gastgeber und lässt RV Mainz-Ebersheim den Vortritt

    Europa und die Welt zu Gast

    Perfekte Körperbeherrschung gepaart mit graziler Anmut: Der Einrad-Vierer Elite der Frauen des VfH Worms mit Lisa Schön, Lena Seibel, Lea Seibert und Jessica Neurohr (trainiert von Kerstin Seibel) schafft es zusammen mit dem amtierenden Deutschen Meister des Kunstrad-Sechsers Elite Frauen und dem Kunstrad-Vierer Elite Frauen auf einen fantastischen zweiten Rang beim 42. Wormser Kunstradsport Cup. Foto: Marcus Diehl


    VON JÜRGEN JAAP 1978 war’s. Der VfH Worms siegte beim Debüt des Wormser Kunstradsport Cup. Seither bleibt das Wormser Aushängeschild des Kunstradsports bescheiden dezent im Hintergrund. Auch wenn die mit etlichen Deutschen Meistern gespickten Mädels und Jungs des VfH Worms (mal wieder) so manche artistische, künstlerische und sportliche Höchstleitung präsentierten, so ging der Sieger-Pokal des 42. Wormser Kunstradsport Cup doch anderweitig weg. Wobei: Wenn man bedenkt, dass Sportlerinnen und Sportler aus Hongkong, aus USA, Luxemburg, Ungarn, Ukraine, Slowakei, Spanien, Tschechien und natürlich ganz Deutschland am Start waren, dann blieb der Cup ja quasi doch irgendwie zu Hause. Dem RV Mainz-Ebersheim nämlich gelang der große Coup. Rheinhessen ist halt ein Mekka des Kunstrad- und Einradsports.

    245 Teilnehmern aus 38 Vereinen und 9 Nationen
    „Manch einer behauptet, die vielen Teilnehmer kämen ja ‚nur‘ wegen der vielen kleinen Präsente, die alle Sportler erhalten“, meinte Stefan Born mit einem verschmitzten Lächeln um die Lippen. Klar, die in jedem Jahr in anderen Motiven verschenkten über 250 Schmoozies, das sind kleine lustige Stofftiere, gehen speziell bei den Kids weg wie warme Semmeln. Aber der Erste Vorsitzende des VfH Worms stellt etwas ernster werdend fest: „Der Sport steht voll im Fokus bei den dieses Jahr 245 Teilnehmern aus 38 Vereinen und neun Nationen.“

    Und die gewohnt perfekte und mit großer Liebe zum Detail gepflegte Organisation trägt ihr Übriges zum stetig steigenden Interesse in der Kunstradsport-Szene bei. 49 Mannschaften starteten beim Cup 2019. Im von Juliane Göbel, letztes Jahr noch aktiv beim VfH Worms unterwegs und mit 28 Jahren nun bei der Organisation und Durchführung des zweitägigen Mega-Events dabei, fachkundig und perfekt moderierten Abendprogramm am Samstag gingen die Favoriten an den Start. Jedes Team besteht aus drei Einzel-Startern oder Mannschaften aus den Disziplinen 1er Kunstradfahren, 2er Kunstradfahren, 4er Kunstradfahren, 6er Kunstradfahren, 4er Einradfahren bis hin zum 6er Einradfahren.

    Toller Sport und Bestleistungen am Fließband
    Luisa Rupp etwa startete im Team des VfH Worms 3, das auf einem guten zehnten Rang landete. Draußen am Rande der Fahrfläche eins fieberte bei ihrer Kür Mama und Trainerin Tanja Emler-Rupp mit Stoppuhr und Maskottchen Knötchen ausgestattet mit. Der weiße Stoffhase blieb fünf Minuten tiefenentspannt. Mama Tanja wurde immer nervöser, denn: „Luisa war mit einer klasse Kür trotz eines kleinen Fehlers auf Kurs Bestleistung.“ Um acht Punkte steigerte sich Luisa Rupp, obwohl sie bekannte: „Vor eigenem Publikum und einer so großen Kulisse war ich ungemein aufgeregt.“ Der Lohn: eine liebevolle Umarmung der Mutter, ein Küsschen für Knötchen und ein stolzer Klaps von Opa Helmut Emler auf die Schulter von Luisa.

    Lohn in Form des Gewinns der Sonderwertung für den besten ausländischen Verein erntete der SKC Kolárovo aus der Slowakei. Die verdiente Kompensation für ihre fantastischen künstlerischen und sportlichen Leistungen ernteten alle 245 Teilnehmer in Form von reichlich Applaus des fachkundigen Publikums. Überhaupt: Auch die Gastgeber zeigten, was in der jetzt so richtig in die entscheidenden Wettkämpfe gehende Phase der Saison an Potenzial in ihnen steckt – nämlich das von jeder Menge potentiellen Siegern. Mit Rang zwei des VfH Worms 1 direkt vor Serien-Sieger RSV „Concordia“ Erlenbach und Rang vier des VfH Worms 2 wurden top Platzierungen erreicht. Und als guter Gastgeber schnappt man ja ohnehin beim VfH Worms nicht den Gästen den Sieger-Cup weg. Von daher leuchtet die knappe Wertung von Stefan Born zum 42. Wormser Kunstradsport ein, die da lautet: „Optimal!“

     
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