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So., 25. August 2013, 21:34 Uhr
Die Elite der deutschen Senioren traf sich auf der Tennisanlage des TC Rot-Weiß Worms
EWR-Cup zieht zahlreiche Zuschauer an
Karl-Heinz Priester
Wie schnell die gelben Filskugeln auch von den Senioren der Alterklassen 30, 40 und 50 beschleunigt werden können und wie genau sie die Bälle an die Linien platzieren – ganz einfach gesagt – wie attraktiv der Tennissport sein kann, das konnten die zahlreichen Zuschauer letztes Wochenende beim EWR-Cup auf der Tennisanlage des TC Rot-Weiß Worms einmal mehr erfahren.
Schon die 5. Auflage in der Nibelungenstadt
Zum fünften Mal fand dieses hoch dotierte, Deutschland weit offene Seniorenturnier in der Nibelungenstadt statt, und war – wie schon in den Vorjahren - hervorragend besetzt. „Die Meldelisten versprachen schon im voraus gutes Tennis und das konnten die Zuschauer auch dann in der Tat erleben“, fasst Oberschiedsrichter Bodo Ernst zusammen und fährt fort: „Die Wettervorhersage dagegen sah nicht so gut aus, sodass wir letztlich sehr froh sein können, dass wir am Samstag nur eine kurze Regenunterbrechung hatten und am Sonntag nur das Endspiel der Herren 30 in der Halle gespielt werden musste“.
Stark besetztes Feld
Im stark besetzten Feld der Herren 30 gab es in diesem Jahr echte Überraschungen, denn hier konnten sich die 1 und 2 gesetzten Marc Leimbach (Kasseler TC) und Oliver Schwörer (Sport- und Schwimmclub Karlsruhe) nicht für das Finale qualifizieren. Im Viertelfinale unterlag Schwörer Patrick Knobloch vom TC Weinheim nach hart umkämpftem Match mit 7:6 4:6 und 4:10.
Ebenfalls im Viertelfinale musste sich Leimbach einem stark aufspielenden Klaus Jank (TC Schönberg Freiburg-St.Georgen) geschlagen geben. Im ersten Satz schoss Jank seinen Gegner regelrecht mit 6:0 vom Platz. Erst im 2 Satz konnte Leimbach dagegenhalten, aber auch dieser ging ungefährdet mit 6:4 an Jank. „Wenn Klaus Jank einen Lauf hat, dann habe ich kaum eine Chance gegen ihn und den hatte er heute“, kommentierte der sympathische Leimbach das Match.
Endspiel witterungsbedingt in Pfeddersheimer Halle
Das Endspiel zwischen Leimbach und Knobloch wurde dann in der Halle in Pfeddersheim ausgetragen. Die wenigen Zuschauer, die den „Platzwechsel“ mitgemacht hatten, sahen hier ein hervorragendes Match beider Akteure. Jank hatte anfänglich Probleme mit dem Bodenbelag, fand aber schließlich wieder seinen Rhythmus und konnte nach verlorenem 1. Satz (4:6) den 2. (6:4) gewinnen. Beide Spieler zeigten bestes Hallentennis mit gewinnbringenden Grundschlägen und Serve-and Volley. Am Ende setzte sich Jank durch, der auch im Match-Tiebreak wieder „einen Lauf“ hatte.
Schäffkes wurde Favoritenrolle voll gerecht
Im Feld der Herren 40 trat Christian Schäffkes aus Remscheid an 1 gesetzt an und wurde seiner Favoritenrolle auf dem weg ins Endspiel voll gerecht. Gleich zwei Spieler von Rot-Weiß Worms mussten seine Überlegenheit in ihren Matches erfahren. Im Achtelfinale traf Peter Herz auf den Topgesetzten und unterlag chancenlos mit 0:6 und 1:6. Im Viertelfinale war es Jens Schmitt, der Schäffkes Klasse ausloten konnte. Schmitt spielte hervorragend und brachte Schäffkes das eine und andere Mal auch in Bedrängnis, musste sich am Ende aber doch deutlich mit 3:6 und 2:6 geschlagen geben.
Bis ins Endspiel hatte sich auch der Ex-Rot-Weiß Worms-Spieler Marc Joachim vorgespielt und er brachte hier den Topfavoriten Schäffkes nicht nur zum Wanken sondern zum Sturz. Die knallharten Schläge von Joachim setzten Schäffkes von Beginn an unter Druck, so dass er seine Schläge nicht wie gewohnt exakt setzen konnte. Der erste Satz ging mit 6:4 an Joachim. Im Zweiten war das Match bei nun strömendem Regen bis zum 6:6 ausgeglichen und Schäffkes erzwang mit gewonnenem Tiebreak den alles entscheidenden Match-Tiebreak. Hier machte dann Joachim mit seinem Power-Tennis und einem verdienten 10:6-Erfolg alles klar.
Bei Herren 50 siegt Top-Favorit Hassan
Im 16er Feld der Herren 50 setzte sich unangefochten der Topfavorit Zaki Hassan vom TC Neuwied durch. Er brillierte in seinen Matches mit seinem unglaublichen Ballgefühl, präzisen Grundschlägen und bestens gesetzten Stopps. Diese Überlegenheit musste auch sein Endspielgegner Bruno Burk vom TC Grün-Weiß Bellheim beim 6:1/6:1-Sieg des Neuwieders eingestehen. Vom ausrichtenden Verein TC Rot-Weiß Worms waren in diesem Feld mit Karl-Heinz Priester, Gernot Erkert und Theo Reiß gleich drei Spieler aus der Regionalliga-Mannschaft vertreten.
Theo Reiß musste sich im Achtelfinale Andreas Multerer aus Mannheim geschlagen geben. Auch Gernot Erkert unterlag diesem dann im Viertelfinale nach über zwei Stunden Spielzeit mit 1:6 und 6:7. Zuvor hatte Erkert im Achtelfinale Rainer-Wolfgang Herbert vom TSV TA Kuhardt mit 6:3 und 7:5 bezwungen. Bis ins Halbfinale konnte Karl-Heinz Priester vordringen und hatte sich hier gegen Bruno Burk mit 6:2 und 4:1 eine scheinbar komfortable Führung erspielt. Doch dann kippte das Match und Burk konnte den zweiten Satz mit 7:6 für sich entscheiden. Auch der anschließende Match-Tiebreak verlief ausgeglichen bis zum unglücklichen 9:11 aus Priesters Sicht.
Turnierleiter Heppel: Erlebten tolles Turnier
„Auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielte, wie wir es uns gewünscht hätten“, resümiert Turnierleiter Peter Heppel, „erlebten wir ein tolles Turnier. Von den teilnehmenden Spielern haben wir überwiegend positive Kritiken erhalten und auch Aussagen, dass sie im nächsten Jahr gerne wieder zur Backfischfestzeit nach Worms kommen. Ansporn für uns die Tradition dieses noch jungen Turniers fortleben zu lassen. Wir freuen uns schon jetzt auf tolles Tennis beim EWR-Cup 2014.“
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Herren 30 – Halbfinale: Marc Leimbach (Kassler TC) / Klaus Jank ( TC Schönberg Freiburg St. Georgen) 0:6 4:6 ; Patrick Knobloch (TC Weinheim) / Oliver Schwörer (Sport- u. Sachwimmclub Karlsruhe) 6/7 6:4 10:4 ; Finale: Jank / Knobloch 4:6 6:4 10:5
Herren 40 – Christian Schäffkes (Sportclub Rot-Weiß Remscheid) / Jens Schmitt (TC Rot-Weiß Worms) 6:3 6:2; Marc Joachim ( TC Kaiserswerth) / Pavel Miksovsky (SG Marpinger/Alsweiler 3:6 6:3 10:1 ; Finale Schäffkes / Joachim 4:6 7:6 6:10