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  • Mi., 20. Mai 2020, 22:02 Uhr
    HELFERKREIS ASYL WORMS: Aktivisten fordern vor der Stadtratssitzung Verbot des Naziaufmarsches am 6. Juni in Worms

    „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“

    Klare Ansage! Aktivsten vom Helferkreis Asyl Worms setzen sich vor der Stadtratssitzung für ein Demo-Verbot von Rechtsgerichteten am 6. Juni in Worms ein.


    Mit einem Flashmob erinnerten Aktivsten vom Helferkreis Asyl Worms am Mittwoch die Abgeordneten des Wormser Stadtrats und OB Kessel an die Bürgeranfrage zum geplanten Aufmarsch von Neonazis am 6. Juni 2020. Sie entrollten zwei Transparente mit der Aufschrift  „Nazis stoppen – Rassismus tötet“ und „Aufstehen gegen Rassismus“ und legten 24 Plakate mit den Namen von Todesopfern rechter Gewalt - stellvertretend für die seit 1990 mehr als 208 ermordeten Menschen - vor das Wormser Tagungszentrum. Abgeordnete lasen auf ihrem Weg zum Sitzungssaal aufmerksam die Namen, mehrere bedankten sich für die Aktion.

    Wie kaum eine andere Initiative der im Bündnis „Aufstehen für Demokratie – gegen Neonazis am 6. Juni in Worms“ zusammengeschlossenen Parteien, Vereinen, Kirchen, Vereinen, musste der Helferkreis Asyl Worms in den vergangenen Jahren wiederholt verbale Angriffe und Störungen ihrer Veranstaltungen bis hin zu physischen Angriffen geflüchtete Besuchern des Café International durch Neonazis erleben. Die Vorsitzende Angelika Wahl erklärt dazu: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“.

    Der Helferkreis Asyl Worms begrüßt ausdrücklich, dass die Stadt Worms die angemeldete Veranstaltung der Neonazis nicht zulassen und diese Entscheidung auch bei Verwaltungsgerichten durchsetzen will. Im Falle, dass die Justizbehörde den Aufmarsch nicht verbietet, regt der Helferkreis Asyl Worms Auflagen an, mit denen beispielsweise in Frankfurt/Main, Offenbach, Berlin, Dresden, Stade, … Aufmärsche von Neonazis erfolgreich gestoppt wurden. In Worms muss im Hinblick auf die Corona-Pandemie der Gesundheitsschutz oberste Priorität haben.

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