
Die Osthofener Segelflieger können sich in diesem Jahr über ein sehr gelungenes Sommerfluglager am Flugplatz Worms freuen. Normalerweise wird der Segelflugsport nur an den Wochenenden und Feiertagen betrieben. An den beiden traditionellen Vereinsfluglagern ist das anders. Hier treffen sich die Vereinsmitglieder die gesamte Woche zum Segelfliegen und gemeinsamer Abend- und Freizeitgestaltung.
Kurz vor Ende der Sommerferien war es so weit. Das Wetter zeigte sich für die schon recht späte Zeit der Segelflugsaison von seiner besten Seite. Lange Thermikflüge mit Flughöhen von über 2.000 Metern über Worms waren möglich. Dies erleben die Flieger in Worms normalerweise nur an ganz wenigen Tagen. Insgesamt sammelten die Pilotinnen und Piloten 90 Flugstunden auf den lautlosen Segelflugzeugen des Vereins.
Auch einige Ausbildungserfolge konnten erzielt werden. Segelflug ist ein Mannschaftssport, bei dem zahlreiche helfende Hände nötig sind, um ein Flugzeug in die Luft zu bringen. So werden auch Windenfahrer dringend benötigt, die die Flugzeuge an der Seilwinde in die Luft auf etwa dreihundert Meter Höhe ziehen. Gleich drei Vereinsmitglieder konnten die nötigen Ausbildungstage absolvieren und die Prüfung ablegen: Paul Legrée, Laura Wersching und Simon Resch.
Der Windenfahrerschein stellt auch die Hürde für die Einweisung auf das erste vereinseigene Kunststoffflugzeug, die LS4 dar. Paul Legrée konnte sich hier gleich einweisen lassen. Simon Resch kannte diesen Flugzeugtyp schon aus seinem Verein in der alten Heimat und durfte ihn nun endlich wieder fliegen. Er wurde kurz darauf auch auf das einsitzige Hochleistungs-Segelflugzeug der Rennklasse, die LS6c mit Wölbklappen zur Profilveränderung und 17,5 Metern Spannweite eingewiesen. Beide Piloten zeigten sich von dem Flugverhalten der neuen Typen sichtlich begeistert.
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