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Mi., 07. August 2019, 15:59 Uhr
Deutsche Tennis-Meisterschaften 2019 der Jungseniorinnen & Jungsenioren: Katharina Rath (Leverkusen) und Manon Kruse (Münster) räumen die Titel ab / Nina Stepp im Halbfinale gebremst
Favoritinnen aus Nordrhein-Westfalen dominieren
Die Vorjahressiegerin Katherina Rath aus Leverkusen wurde ihrer Favoritenrolle bei den Damen 30 beim Zwei-Satz-Sieg im Finale gegen Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt) gerecht. Den zweiten DM-Titel 2019 schnappte sie sich an der Seite von Manon Kruse im Doppel gegen das Wormser Duo Nina Stepp/Katrin Bäcker (TC Bürgerweide Worms). Foto: Marcus Diehl
VON JÜRGEN JAAP |Irgendwie hat man sich in der Nibelungenstadt schon daran gewöhnt, dass Anfang August im Wormser Wäldchen die Deutschen Tennis-Meisterschaften der Jungseniorinnen und Jungsenioren auf der schicken Anlage des TC Bürgerweide Worms steigen. Auch das Wiehern der Pferde von der benachbarten Anlage der Wormser Reitervereinigung vermittelt einen Eindruck von heiler, ungestörter Idylle.
Bereits zum zehnten Mal war der TC Bürgerweide Worms Ausrichter des in bekannt familiärer und ausgesprochen freundlicher Atmosphäre ablaufenden viertägigen nationalen Tennis-Events. „Sportlich war das heuer nochmals eine Steigerung gegenüber den vergangenen Jahren“, freute sich Sascha Kaiser, der Vorsitzende des TCB, nicht allein über fantastische Leistungen der besten deutschen Spielerinnen und Spieler der Altersklassen 30 und 35. Mit 84 Meldungen – darunter zehn aus Wormser Klubs – kämpften überdies so viele Teilnehmer wie nie zuvor um die heiß begehrten nationalen Titel.
Wormser Teilnehmerinnen mit guten Leistungen
Nina Stepp und Katrin Bäcker gingen als „Lokal-Matadoren“ des TC Bürgerweide Worms ins Rennen. Beide enttäuschten keineswegs, erreichten im Doppel das Finale, in dem aber die Top-Favoritinnen Katharina Rath/Manon Kruse für das TCB-Duo beim 1:6, 1:6 schlichtweg eine Hausnummer zu groß waren. „Macht mal langsam, wir spielen doch nur Oberliga“, mahnte Nina Stepp die Gegnerinnen vergeblich zur Nachsicht.
Im Einzel war für Katrin Bäcker gegen die an Position zwei gesetzte Vroni Hinterseer (MTTC Iphitos München) im Viertelfinale der Damen 35-Konkurrenz Endstation. Rheinland-Meisterin und Mannschafts-Weltmeisterin Nina Stepp konnte ihren fantastischen Erfolg aus dem Vorjahr mit dem Erreichen des Finals gegen Seriensiegerin Manon Kruse nicht wiederholen. „Ich hatte eine sehr schwere Auslosung erwischt und war im Halbfinale nach einem knappen ersten Satz platt“, nahm die beste Wormser Tennis-Spielerin die 4:6, 1:6-Niederlage gegen Vroni Hinterseer sportlich. „Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Einzug ins Halbfinale“, meinte Nina Stepp.
Damen 30: Katharina Rath (RHTC Bayer Leverkusen) siegt sicher
Power versus variable Spielweise. Unter dem Motto lief das Endspiel der Damen 30 ab. Katharina Rath vom RHTC Bayer Leverkusen erzielte dabei etliche Winner mit ihrem starken Service und den harten Grundschlägen auf Vorhand und Rückhand. „Ich hab’ das extrem konsequent gespielt“, zeigte sich die Power-Frau aus dem nordrhein-westfälischen Leverkusen zufrieden mit ihrer Vorstellung im Duell gegen die technisch starke Natali Gumbrecht (TSV Altenfurt bei Nürnberg). Titelverteidigerin Katharina Rath musste sich dabei immer wieder auf unterschiedliche Varianten von Gumbrecht einstellen. Mal tiefer Slice, mal hohe Mondbälle, dazwischen eine äußerst knackige beidhändige Rückhand-Peitsche. Am Ende aber hielt die Vorjahres-Siegerin nach einem sicheren 6:4, 6:4 den DM-Pokal in ihren Händen.
Damen 35: Manon Kruse (TC Union Münster) holt zehnten DM-Titel
„Papa, mach’ das Handy aus“, ließ Top-Favoritin Manon Kruse ihrem Frust über einen versiebten Start ins Finale der Damen 35 gegen die Münchnerin Vroni Hinterseer freien Lauf. 3:4 lag Manon Kruse im ersten Durchgang hinten, ehe die DTB-Ranglistenerste nach dem die Seele befreienden Rüffel für ihren Vater Hans-Joachim gegen die sehr sicher agierende Vroni Hinterseer (Kruse: „Sie spielt unangenehm für jede Gegnerin“) ins Spiel fand.
Näher und näher kam die haushohe Turnier-Favoritin dank clever vorgetragener Angriffe über ihren starken Vorhand-Topspin dem zehnten DM-Titel und dem sechsten Erfolg in Worms näher. Nach dem doch noch 6:4 gewonnenen ersten Satz war die Gegenwehr von Vroni Hinterseer gebrochen. Durchgang zwei ging klar mit 6:2 an das Temperamentsbündel aus Münster. Ein „Ja!“ und eine geballte Faust dokumentierten die zehnte nationale Meisterschaft der amtierenden Mannschafts-Weltmeisterin aus Münster.