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18.27 Uhr | 2. Dezember 2019

Fehlende Kaltschnäuzigkeit kostet den Sieg

HANBALL RHEINHESSENLIGA: TGO-Männer unterliegen dem amtierenden Meister DJK Sportfreunde Budenheim 2 in jederzeit spannender Partie mit 28:31 (13:14)

Auch zwei Treffer von Rechtsaußen Philipp Kern in Unterzahl zur zwischenzeitlichen 8:7-Führung (12.) halfen der TG Osthofen nichts. Am Ende mussten die Handballer aus dem Wonnegau gegen die Sportfreunde Budenheim 2 wie im Finale der letzten Saison um die Meisterschaft der Rheinhessenliga Mitte April dieses Jahres wieder eine bittere 28:31-Niederlage einstecken. Foto: Felix Diehl

Auch zwei Treffer von Rechtsaußen Philipp Kern in Unterzahl zur zwischenzeitlichen 8:7-Führung (12.) halfen der TG Osthofen nichts. Am Ende mussten die Handballer aus dem Wonnegau gegen die Sportfreunde Budenheim 2 wie im Finale der letzten Saison um die Meisterschaft der Rheinhessenliga Mitte April dieses Jahres wieder eine bittere 28:31-Niederlage einstecken. Foto: Felix Diehl

VON JÜRGEN JAAP | Und wieder tanzten die Handballer der DJK Sportfreunde Budenheim 2 in der Wonnegauhalle Osthofen. Das kennt man genauso schon aus dem April dieses Jahres. Im Finale um die Meisterschaft 2018/2019 der Handball Rheinhessenliga der Männer hatte die TG Osthofen mit 24:25 das Nachsehen. Die Revanche für die schmerzliche Niederlage vor heimischem Publikum blieb aus. „Uns fehlte der Killerinstinkt, die Kaltschnäuzigkeit“, zog Leonard „Leo“ Vuletic Bilanz. Ernüchterung spielt in den Worten des TGO-Trainers mit. Die 28:31-Pleite tut weh. Das kann der stets ruhig analysierende Handball-Fachmann kaum verbergen. Da tröstet auch nicht, dass in einer jederzeit spannenden Partie den Gastgebern des Rheinhessenliga-Spitzenspiels ganz einfach auch des Schlachtenglück fehlte.

Die Begegnung wogt hin und her

Hin und her wogte der Fight zweier mit starken 6:0-Abwehrreihen agierenden rheinhessischen Teams. Mal war Budenheim oben auf. Dann zeigte Osthofen wieder Flagge. Durch ein Wechselbad der Gefühle ging’s für beide Mannschaften und 230 Handball-Fans. Den besseren Start ins Match erwischten die Sportfreunde, die speziell durch geschickte Anspiele auf ihren wendigen und kampfstarken Kreisläufer Fabian Racky (8/1) überzeugten. Schnell lag Budenheim so 1:4 vorne (7.), ehe TG Osthofen vorwiegend über den vor der DJK-Abwehr kreuzenden Linkshänder Jan Keller zu Torerfolgen und einer 11:8-Führung kam (20.). Und wieder schlug die Waage um. Bis zur Pause erkämpften sich die Gäste einen knappen 14:13-Vorsprung.

Am Ende entscheidet die Abgebrühtheit der Budenheimer

Ähnlich wie vor dem Wechsel verlief die Begegnung auch nach der Pause. Wechselnde Führungen alle paar Minuten. Lange ist nicht abzusehen, wer wohl den letzten Wirkungstreffer setzt. Entscheidend für Leo Vuletic: „Wir haben insgesamt mehr Fehler gemacht. Dazu hatte Budenheim den größeren Siegeswillen.“ Bis fünf Minuten vor dem Spielende schien dennoch der „Vize“ bei einer 28:27-Führung zumindest ganz nah dran an der Revanche. Aber eben auch nur nah dran. Ein verworfener Siebenmeter, ein gegnerischer Torwart, der in der Crunchtime die Bälle hielt. „Wir kämpfen zwar, es fehlt uns aber die Abgebrühtheit, die die Budenheimer ‚Zweite‘ ausmacht“, fand Leo Vuletic. Als es wirklich zur Sache ging, war der amtierende Meister zur Stelle – und durfte sein tänzerisches Können nach dem 28:31-Auswärtssieg ein weiteres Mal ausgelassen üben.

Handball Rheinhessenliga Männer:
TG Osthofen – DJK Sportfreunde Budenheim 2 28:31 (13:14)
TG Osthofen: Distl, Seelig; Gasz, Keller (5), Kern (2), Kratz (1), Brahm (5), Aul, Hack (5), Silas Höfler (4/2), Bußer (6/1), Popple, Scherer.
Zuschauer: 230.

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Geschrieben in Handball, Sport

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