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  • Mo., 16. September 2013, 14:16 Uhr
    Klaus Martin aus Rheindürkheim spendet für die Flutopfer an der Elbe und die Kinder- und Jugendarbeit der Wormser Lukasgemeinde

    Feiern für den guten Zweck

    Es sei zwar nur ein „winziger Tropfen auf einen ganz heißen Stein“, doch wenn jeder sein Scherflein dazu beiträgt, den Betroffenen der Flutkatastrophe zu helfen, kann Vieles bewirkt werden, ist Klaus Martin überzeugt. Der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau beging jüngst unter dem Motto „Feiern für den guten Zweck“ seinen 70. Geburtstag. Die erbetenen Geldgeschenke spendete er nun zugunsten der Flutopfer an der Elbe und für die Kinder- und Jugendarbeit der Wormser Lukasgemeinde.

    Im Juni war Klaus Martin mit dem Rad von Hamburg nach Dresden unterwegs und geriet ins Hochwasser. „Schon die Vorläufer des sogenannten Jahrhundertwasser richteten große Schäden an, viele Wege waren nicht mehr passierbar“, erinnert sich Martin. Dann nach dem Deichbruch bei Fischbeck am 10. Juni wurden im Elb-Havel-Winkel 14 Ortschaften überflutet und vom Wasser eingeschlossen. 37.000 ha landwirtschaftliche Fläche und 735 Häuser standen ostelbisch unter Wasser. Die an den Häusern entstandenen Schäden liegen jeweils zwischen 80.000 und 250.000 Euro. „Das sind große kaum zu bewerkstelligende Summen für private Haushalte, gerade in unserer strukturschwachen Gegend“, informiert Pfarrer Ralf Euker aus dem Evangelischen Pfarrbereich Schönhausen nähe Magdeburg.

    1.105 Euro für die Flutopfer
    Diesem Pfarrbereich an der Elbe im Kirchenkreis Stendal schickt Klaus Martin seinen monetären Gruß über 1.105 Euro. „Bis jetzt leben die Flutgeschädigten fern jeder Normalität in Übergangsunterkünften oder trocken gebliebenen Obergeschossen – in diesem Fall aber ohne Heizung und warmes Wasser – manche sind sogar in die Garage gezogen“, beschreibt der sächsische Pfarrer Euker die Situation. Nach einem unkomplizierten Antragsverfahren soll das gespendete Geld Anfang Oktober an die Betroffenen weitergegeben werden, so der Pfarrer.

    „Die Flutopfer sind uns Pfarrern und den Gemeindekirchenräten in den meisten Fällen persönlich bekannt, so dass wir ihre Bedürftigkeit gut einschätzen können“, so Euker. „Dank Menschen wie Ihnen können wir hier Stück für Stück die Not der Betroffenen lindern“, übermittelte der Pfarrer seinen Dank. Im Übrigen ist die Spende des Rheindürkheimers nicht die erste Hilfeleistung aus Worms: „In den ersten Tagen der Not waren bereits ‚unsere‘ Pfadfinder vor Ort“, freut sich Klaus Martin.

    Evangelische Lukasgemeinde darf sich freuen
    Auch die evangelische Lukasgemeinde darf sich über eine Spende freuen. Die von Klaus Martin gespendeten 500 Euro werden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verwendet. „Die Kinder im Wormser Nordend haben einerseits einen erhöhten Förderbedarf, andererseits gibt es hier kaum institutionelle Fördermittel – wir müssen hier kreativ sein und sind auf Spenden angewiesen“, beschreibt Pfarrerin Sabine Hagelgans-Faber die Situation.

    „Diese Kinder haben ein Recht darauf, genauso intensiv gefördert zu werden, wie das etwa meine Kinder erlebt haben“, ist die Pfarrerin überzeugt. Mit einem Ausflug des Lukaskindergartens zu einem Bauernhof mit pädagogischem Konzept hat die Gemeinde im Sommer ausgezeichnete Erfahrungen mit tiergestützter Therapie gemacht: „Da erzählen die Kinder immer noch davon“, so Hagelgans-Faber. Gerne würde sie daher den Kindern heilpädagogisches Reiten ermöglichen. „Den 4.000 Euro, die wir dafür an Spenden benötigen, sind wir nun wieder ein Stückchen nähergekommen“, freut sich die Pfarrerin.

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