
Von Karolina Krüger Eng war es in Kundenhalle der Sparkasse-Alzey-Ried, als Wolfhard Hensel anlässlich des 95. Geburtstags von Gerhard Pallasch die gleichnamige Ausstellung eröffnete. Allgegenwärtig im großen Treppenhaus der Hauptstelle das Kunstwerk, dass er 1984 in den Neubau einfügte. Schon 1969 entstand das erste gemeinsame Kunstwerk in einer Filiale in Bürstadt, so blickte Hensel in seiner Rede auf fast 50 Jahre künstlerischer Zusammenarbeit zurück aus der er einen bunten Blumenstrauß an, von Pallasch gestalteten, Werbeartikeln in einer kleinen Präsentation neben dem Hauptwerk vorstellte.
Als Linkshänder musste der Künstler nach einer Kriegsverletzung lernen mit der rechten Hand zu arbeiten, seine vielfältigen und lebendigen Zeichnungen, die Leichtigkeit und die charakteristischen feinen Federstriche zeugen davon wie gut es ihm gelungen ist und prägen, neben der Fröhlichkeit, sein Schaffen. Als einzigartig, unnachahmlich und zeitlos beschreibt Hensel die Werke Pallaschs weiter, seinem eigenen Stil folgend hat er sich in seiner Arbeit nicht dem Zeitgeist unterworfen. Die großen Werke entstanden in der guten Zusammenarbeit mit seiner Frau Rosemarie, die der Arbeit Struktur gab und ohne die das wunderbare Schaffen von Gerhard Pallasch unmöglich gewesen wäre.
Oberbürgermeister Michael Kissel führe die Gäste gedanklich durch Worms, ob das Kupfertor am Rathaus, die Keramik im Hallenbad, das große Wandbild im Eleonoren-Gymnasium, die Keramikwand in der Hochschule, Werke im BIZ und Stadtkrankenhaus, alle zeugen von der langen erfolgreichen künstlerischen Arbeit. Neben der Kunst am Bau waren es seine Bilder, Buchillustrationen, Bühnenbilder für die Posse und Karrikaturen für die Wormser Zeitung, die Gerhard Pallasch unvergessen machen.
Dr. Klaus-Michael Döll lobte Pallaschs schnelle Auffassungsgabe, mit der er Atmosphären und Situationen einfangen und in Skizzen festhalten konnte.
Beitrag aus der Rubrik