Fr., 30. Juni 2017, 15:40 Uhr
Löschzüge aus Heppenheim, Wiesoppenheim und Stadtmitte übten bei widrigen äußeren Bedingungen den Einsatz
Feuerwehr simuliert Brand auf Reitanlage
Auch bei hochsommerlichen Temperauren muss die Feuerwehr stets für den Ernstfall gerüstet sein. Deshalb inszenierten nun die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Wiesoppenheim, Stadtmitte sowie Heppenheim einen Brand auf der Reitanlage Weidegut an der Kreisstraße 3.
Das „Übungsdrehbuch“ sah den Brand von zwei Reithallen auf dem vor Wiesoppenheim gelegenen Reiterhof vor. Das Feuer wurde durch den Einschlag von zwei Blitzen nach einem heftigen Sommergewitter ausgelöst. Ein Jugendlicher galt in einer der Hallen als vermisst und es bestand die Gefahr, dass das Feuer auf die angrenzenden Stallungen mit mehr als 50 Tieren übergreifen könnte. Für die zuerst eintreffende Einheit Wiesoppenheim lag der Fokus auf der Personensuche bzw. Menschenrettung unter Atemschutz. Bei nahezu 36 Grad Celsius Außentemperatur und einer hohen Luftfeuchtigkeit an jenem Abend stellte das Wetter alle Übungsbeteiligten vor eine zusätzliche Herausforderung. Die Einheit Heppenheim stellte über eine rund 300 Meter lange Wasserförderstrecke aus dem Eisbach die Versorgung der Einsatzkräfte mit Löschwasser sicher.
Die ebenfalls am Übungseinsatz beteiligte Einheit Stadtmitte richtete eine weitere Wasserentnahme ein, diesmal aus dem öffentlichen Hydrantennetz, und bekämpfte den Brand der zweiten Reithalle mit mehreren Strahlrohren im Außenangriff. Zusätzlich wurde mit dem Einsatzleitwagen eine Führungs- und Kommunikationsstelle eingerichtet. Unter den Augen von Stadtfeuerwehrinspekteur Klaus Feuerbach und einer Abordnung der DITIB-Moschee Worms konnte nach rund einer Stunde die Übung erfolgreich beendet werden. Die Feuerwehr, die an diesem Abend mit 40 Kräften und neun Fahrzeugen im Übungseinsatz war, bedankt sich bei dem Eigentümerehepaar der Reitanlage Weidegut für die gute Zusammenarbeit.