Wormser Brand- und Katastrophenschutz erneut gestärkt / Land gibt grundsätzlich grünes Licht für neue Wache
Feuerwehr stellt neue Fahrzeuge vor
Symbolisch nimmt die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr Worms die Schlüssel ihrer neuen Fahrzeuge aus den Händen des Stadtoberhauptes Michael Kissel in Empfang. Foto: Florian Helfert
„Es vergeht fast kein Jahr, ohne neue Fahrzeuge und Material an die Wormser Blaulichtfamilie zu übergeben“, begrüßte Oberbürgermeister Michael Kissel am Montagabend in der Fahrzeughalle der Hauptfeuerwache Worms zur Übergabe einer Reihe an neuesten Fahrzeugen. „Die heutige Übergabe bringt uns im Brand- und Katastrophenschutz einen weiteren Schritt voran“, attestierte Klaus Feuerbach als Feuerwehrinspekteur der Nibelungenstadt schon allein in Anbetracht des finanziellen Aufwandes in Höhe von insgesamt über 1,7 Millionen Euro inklusive 383.500 Euro Landesmittel.
Um den Katastrophenschutz zu stärken, empfing der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ein mobiles Büro- und Kommunikationsmodul mit zwei Arbeitsplätzen in einem Kleintransporter. „Das sogenannte Modul Führung dient dazu, Leitenden Notarzt und Organisatorischen Leiter in der einsatztaktischen Planung während einer Großschadenslage oder eines Katastrophenfalles zu unterstützen“, legte ASB-Geschäftsführer Ralf Hoffmann Sinn und Zweck des modernen Einsatzleitfahrzeuges dar.
Modernste Fahrzeuge für Feuerwehr
Auch Klaus Feuerbach strahlte, denn die Feuerwehr nahm sogar gleich mehrere Fahrzeuge in Empfang: Zwei baugleiche Hilfeleistungslöschfahrzeuge, ein Wechsellader- sowie ein Mehrzweckfahrzeug für Logistik und Material. Dank seiner Wattiefe könne das geländegängige Mehrzweckfahrzeug auch in der Wasserwehr eingesetzt werden.
Ferner erhielt die Feuerwehr einen Abrollbehälter Schaum, welcher die Zeit überbrückt, bis eine Wasserversorgung – beispielsweise beim Löschen in einem Waldstück – über eine längere Distanz errichtet ist. Zudem wurde ein Anhänger zugunsten der Wormser Feuerwehrjugend für deren Übungen bereit gestellt.
Pläne für Jahrhunderprojekt schreiten voran
„Außer dem kontinuierlichen Beschaffungsprogramm ist unser Stadtfeuerwehrinspekteur mitten in der Planung für eine neue Hauptfeuerwache“, lobte Stadtoberhaupt Michael Kissel gegen Ende seiner Rede – und unterrichtete, dass das Land Rheinland-Pfalz hierzu grundsätzlich ja gesagt habe. „Wir werden unsere laufenden Planungen für das ehemalige Salamandergelände vertiefen und damit beginnen, die neue Hauptwache 2020 beziehungsweise 2021 in die Realisierung zu bringen“, kündigte Kissel den städtischen Willen für ein weiteres Jahrhundertprojekt an.