Am 30. Juni ab 9.30 Uhr richten die Indiaca-Spieler des TV 1863 Leiselheim zum 150-jährigen Vereinsjubiläum ein großes Turnier im BIZ aus / Schweizer Nationalmannschaft dabei
Flache Hand und flinke Füße
Die Indiaca-Gruppe des TV 1863 Leiselheim freut sich riesig auf das große Turnier im Wormser BIZ anlässlich des 150-jährigen Vereinsjubiläums. Am Sonntag, dem 30. Juni, sausen Indiaca-Federbälle ab 9:30 Uhr durch die Luft. Zuschauer sind herzlich willkommen.
Rainer Emrich schlägt auf. Drüben auf der anderen Seite heißt Raimund Ehses das rote Federvieh mit dem gelben Gummiteller, auch Indiaca-Ball genannt, herzlich willkommen. Von unten bringt Raimund Rudi Damrath ins Spiel, der stellt das Ding von oben für Frank Schembs. Steil steigt der Wormser Vorturner in die Höhe, ein Schmetterball, ein klagendes Stöhnen von drüben, ein Jubel von vier Mitspielern, ein Punkt, ein kleiner Sieg für den Sport. „Ein großer Sieg für die Kameradschaft unter Sportlern verschiedenen Alters“, sagt Rudi Damrath. 70 Jahre ist der Mann, der beim TV Leiselheim seit einigen Jahren dem Indiaca-Sport frönt. Mit Schlägen aus der flachen Hand begeistern sich 14 Jünger des TV Leiselheim für eine Sportart, die aus Südamerika herüber nach Europa schwappte, und immer mehr Anhänger in den Turnvereinen Deutschlands findet. Aber nicht etwa, dass Rudi Damrath der Oldie am Leiselheimer Trappenberg wäre.
Karl-Heinz Schwahn ist noch zwei Jahre älter. „Und flinke Beine hat der Karl-Heinz“, schnalzt Rudi anerkennend mit der Zunge. Die braucht es beim Indiaca, einer dem Volleyball sehr verwandten Sportart, auch. Fünf gegen fünf im Alter zwischen 22 und 72 Jahren heißt es da beim TVL, Woche für Woche. „Klar, dass wir diese schöne Freizeitbeschäftigung auch einer größeren Anhängerschar anlässlich unseres 150-jährigen Vereinsjubiläums präsentieren wollen“, sagt Rudi Damrath voller Vorfreude auf das große Indiaca-Turnier, das am 30. Juni in den Sporthallen des BIZ Nord steigen wird. Auf vier Indiaca-Feldern der Abmessung 16m * 6,10m geht es rund. 10 Herrenteams, 10 Mixed-Mannschaften und fünf Damenteams haben sich angekündigt, um bis etwa 16 Uhr zu schmettern und zu blocken, was das Zeug hält. Unter der Leitung von Nibelungen-Turngau-Chef Frank Schembs geht der erste Nibelungen-Cup im Indiaca über die Bühne. Aber nicht nur „reine“ Freizeitsportler sind am Start. „Mich freut es besonders, dass die Schweizer Nationalmannschaft ihre Teilnahme zugesagt hat“, lässt Rudi Damrath wissen. Bei einem Turnier in Edenkoben, das der TVL besuchte, habe es Kontakte in die Schweiz gegeben.
Die Zusage für den einmaligen Indiaca-Event in der Nibelungenstadt stand schnell. Ein Event übrigens, das in großen Teilen für Sportler älterer Semester geeignet ist. Vier der fünf Spielerinnen oder Spieler nämlich müssen über 35 Jahre zählen. „Diese Regeleinschränkung gilt allerdings nur für den Nibelungen-Cup“, wie Rudi Damrath erklärt, denn: „Normalerweise kann da jeder von jung bis alt mitmischen, aber wir wollen es den Oldies nicht zu schwer machen.“ Leicht sollte allen Indiaca-Freunden auch das Verweilen im BIZ fallen, ist doch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Nähere Infos zum Nibelungen-Cup im Indiaca finden sich unter: www.tv1863-leiselheim.de.