Do., 10. April 2014, 18:19 Uhr
Mögliches Baugebiet für Rheindürkheim / EWR plant Gleisdreieck zu erschließen
„Fläche sinnvoll entwickeln“
Im Gebiet „Gleisdreieck“ in Rheindürkheim könnte ein neues, attraktives Baugebiet entstehen. Das zwischen Dammstraße und B9 gelegene Gelände befindet sich im Eigentum von EWR, weshalb sich nun die EWR-Vorstände Helmut Antz und Günter Reichart und der Leiter der EWR-Konzernentwicklung Stephan Wilhelm mit Oberbürgermeister Michael Kissel, Baudezernent Uwe Franz, Ortsvorsteher Adolf Kessel sowie dem Rheindürkheimer CDU-Fraktionsvorsitzenden Herrmann Weber zu einem ersten Austausch vor Ort trafen. „Die 69.000 Quadratmeter hatte EWR ursprünglich für eine Erweiterung des technischen Bereichs vorgesehen. Da wir hierfür keinen Bedarf mehr haben, möchten wir die Fläche gerne sinnvoll entwickeln“, erklärte EWR-Vorstand Antz. EWR wird dabei selbst als Entwickler auftreten.
Bis zu 80 Bauplätze
Aus Sicht der Stadt befürwortet Baudezernent Franz eine wohnliche Bebauung grundsätzlich. Nach Abzug der Ausgleichsfläche und bei durchschnittlichen 500 Quadratmeter pro Bauplatz, könnten etwa 80 Bauplätze entstehen. Einigkeit herrscht darüber, das angrenzende und der Deutschen Bahn gehörende Gelände der alten Bahnladestation möglichst mit in die Planungen einzubeziehen – dies sei laut Kessel auch der ausdrückliche Wunsch des Ortsbeirates. „Worms soll gerade für junge Familien attraktiv bleiben, wofür das Gleisdreieck ein gutes Angebot sein könnte.
Aber auch altersgerechtes Wohnen wird ein Thema in der Zukunft sein“, freute sich OB Kissel, der die Pläne von EWR begrüßte, das unternehmenseigene Know-how in Sachen Energie miteinzubringen: „Es gibt viele Varianten, die ein solches Baugebiet zukunftsfähig machen: von Niedrigenergiehäusern, bis hin zur Energieautarkie oder von Fernwärme, Blockheizkraftwerken bis hin zum Glasfaseranschluss direkt in die Häuser“, so EWR-Vorstand Reichart. Für Rheindürkheims Ortsvorsteher würde das Baugebiet neben den vielen Ideen, die Kessel bereits gemeinsam mit dem Ortsbeirat entwickelt hat, auch energiepolitisch eine große Bereicherung für Rheindürkheim bedeuten: „In Zeiten von Klimawandel und Energiewende kann es nur ein Gewinn sein, wenn unser regionaler Energiedienstleister die Entwicklung selbst in die Hand“. Damit einhergehend müsse insbesondere darauf geachtet werden, dass die Bauplätze auch für junge Familien erschwinglich bleiben.
Konzept für Bebauung
„Bei EWR stehen alle Ampeln auf grün, um die nächsten Schritte einzuleiten und wir freuen uns über die Unterstützung der Stadt und Rheindürkheims“, betonte Antz. Im Vorfeld einer Machbarkeitsstudie werden nun Gutachten zu Lärm, Altlasten und Hochwasser erstellt. EWR und die Stadtplanung Worms werden in enger Abstimmung mit Ortvorsteher und Ortsbeirat ein Konzept ausarbeiten. 2016/2017 könnten so bereits die ersten Häuser gebaut werden.