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  • Fr., 05. Juli 2013, 14:45 Uhr
    Worms zeigt Flagge für eine atomwaffenfreie und friedliche Welt

    Flagge wird vor Wormser Rathaus gehisst

    Eine weiße Taube mit der Aufschrift „Peace“ ziert die Fahne, die seit dem 04. Juli vor dem Rathaus hängt. Mit dieser möchte die Stadt Worms ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen. Wie in anderen Mitgliedsstädten der Initiative „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) auch hat Oberbürgermeister Michael Kissel vor dem Rathaus die grün-weiße Flagge gehisst.

    Diese Aktion der Bürgermeister und Städte findet zum zweiten Mal statt und ist im Jahr 2013 eingebettet in die globale Aktionswoche für Atomwaffenfreiheit (Nuclear Abolition Week) von weltweiten und lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die vom 6. bis 13. Juli 2013 stattfindet.

    Die „Bürgermeister für den Frieden“ erinnern damit an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996, zustande gekommen im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen, wonach der Einsatz von Atomwaffen, ja bereits die Androhung des Einsatzes, gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt.

    In der weltweiten Staatenpraxis ist dies jedoch nicht angekommen, der Atomwaffensperrvertrag (NPT) ist bisher kraftlos geblieben und die Zahl derjenigen Länder, die Atomwaffen besitzen, nimmt zu.

    In der Überzeugung, dass Städte keine Angriffsziele sein dürfen und eine Zukunft ohne Atomwaffen der Menschheit neue Perspektiven schafft, treten die „Bürgermeister für den Frieden“ unter der Führung des Bürgermeisters von Hiroshima, Kazumi Matsui, weltweit unter dem Motto „Städte sind keine Zielscheiben“ (Cities Are Not a Target) für die Abschaffung der Atomwaffen und für den Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages ein.

    „Auch viele Wormser Bürgerinnen und Bürger haben die Zerstörung unserer Stadt im Zweiten Weltkrieg miterlebt. Wir wollen ein Zeichen dafür setzen, dass solche Kriegszenarien ein für allemal der Vergangenheit angehören“, betont Kissel. In Anbetracht der Entwicklungen im nahen und mittleren Osten sei es umso wichtiger, die Erinnerung an die Vergangenheit wach zu halten und an einer gemeinsamen Zukunft ohne Atomwaffen zu arbeiten, so der Oberbürgermeister.

    Der Flaggentag der „Bürgermeister für den Frieden“ wird von der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ unterstützt.

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