
Von Rudolf Uhrig › Ein weithin sichtbarer Feuerschein hat am Samstagabend bei der BASF in Ludwigshafen für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach einer technischen Störung musste der Steamcracker im Werksteil Nord gegen 17.45 Uhr den Betrieb unterbrechen. Seitdem wird überschüssiges Gas über eine Hochfackel kontrolliert verbrannt. Dabei kommt es zu weithin sichtbaren Flammen, Rußentwicklung und Lärmbelästigung.
Nach Angaben des Unternehmens reagierten die Sicherheitssysteme wie vorgesehen.
Die Fackeltätigkeit könnte noch bis Mitte der kommenden Woche andauern. Anwohner müssen sich daher möglicherweise noch mehrere Tage auf den sichtbaren Feuerschein und die Begleiterscheinungen einstellen.
Der betroffene Steamcracker gehört zu den wichtigen Anlagen des Ludwigshafener Werks. Bei Temperaturen von etwa 850 Grad Celsius und unter Zugabe von Wasserdampf wird darin Rohbenzin aufgespalten. Dabei entstehen unter anderem Ethylen und Propylen – zentrale Grundstoffe für zahlreiche Produkte der chemischen Industrie, darunter Kunststoffe, Lacke, Waschrohstoffe und Pflanzenschutzmittel.
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