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  • Di., 17. Oktober 2023, 15:16 Uhr
    MITTELHAHNTAL: Unterschriften gegen Gewerbegebiet werden am 3. November übergeben

    Flora und Fauna schützen

    Hier am Kirschgartenweg soll das neue geplante rd. 42 Hektar große Gewerbegebiet entstehen. Foto: Robert Lehr


    Von Robert Lehr › Derzeit sind es über 4.000 Unterschriften, die durch die „Initiative Klimaschutz Mittelhahntal“ seit dem 24. April gegen das geplante Gewerbegebiet gesammelt wurden. Damit ist die Latte von rd. 1.800 Unterstützern bislang um mehr als das Doppelte gerissen worden. Denn laut der rheinland-pfälzischen Gemeindeordnung sind für einen Einwohnerantrag Unterschriften von mindestens zwei Prozent der Einwohner von Worms notwendig – derzeit also 1.757. Sicherlich werden es demnächst noch einige mehr, denn schon am kommenden Samstag soll die Aktion bei einem Infostand in Horchheim von 7.30 bis 13 Uhr am Netto/Bäckerei Reinstadler fortgesetzt werden.

    Gewerbegebiet verhindern

    Am Freitag, dem 3. November, nämlich möchte die „Initiative Klimaschutz Mittelhahntal“ um 15 Uhr ihre gesammelten Unterschriften am Rathaus an Adolf Kessel und den Stadtvorstand übergeben. Der Wormser Oberbürgermeister hat bereits zugesagt, sie entgegenzunehmen. Die Unterschriftenlisten sollen laut des Bündnisses dann von ihren vertretungsberechtigten Marco Lenck und Hilmar Kienzl (beide NABU) sowie Michael Leukam (BUND) übergeben werden. Darüber hinaus werden alle Unterstützer sowie die breite Öffentlichkeit zum Übergabetermin am Rathaus herzlich eingeladen.

    Ziel der „Initiative Klimaschutz Mittelhahntal“ ist es laut eigener Aussage, mit dem Einwohnerantrag zu verhindern, dass im so genannten Mittelhahntal ein Gewerbegebiet errichtet wird. Die Forderung des Einwohnerantrages lautet förmlich: „Der Beschluss zur Einleitung der 2. Änderung des Flächennutzungsplans Worms 2030 für das ,Mittelhahntal’ (Drs. Nr. 6/163/2019-2024) wird aufgehoben.“

    Wichtig für die Frischluftzufuhr

    In ihrer Begründung führt die Initiative an, dass die Klimaerwärmung zu einer Aufheizung der Innenstädte führe. Laut des „Klimakonzeptes Innenentwicklung“ der Stadt Worms jedoch gelte das Gebiet als wichtig für die Frischluftzufuhr und solle deshalb nicht bebaut werden. Dies würde wertvollen Ackerboden unwiederbringlich zerstören und für viele Tier- und Pflanzenarten der Lebensraum vernichtet. Auch Spaziergänger, Jogger und Kleingärtner würden einen wichtigen Naherholungsraum verlieren und die Lärm-, Immissions- und Verkehrsbelastung im Wormser Süden weiter zunehmen. „Aus gutem Grund“ sei diese Fläche bislang im Flächennutzungsplan nicht zur Bebauung freigegeben.

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