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  • Di., 20. Oktober 2015, 13:23 Uhr
    Reger Austausch bei Informationsabend der SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp in Westhofen

    Flüchtlingshilfe als kommunale Herausforderung




    SPD-Landtagsabgeordnete Kathrin Anklam-Trapp präsentiert ein Paket der Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, an der sich der SPD Ortsverein Westhofen beteiligt.

     „Wie kann ich mich am besten in der Flüchtlingshilfe einbringen?“ lautete die zentrale Fragestellung des Informationsabends „Kathrin trifft…“, der SPD-Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp in Westhofen. Rund 40 in der Flüchtlingsarbeit aktive und interessierte Bürger aus der Verbandsgemeinde Wonnegau folgten der Einladung in den „Hohenfelser Hof“, um gemeinsam mit Vertretern aus Sozialverbänden, Vereinen, Kirchen und Politik die Chancen und Herausforderungen der Flüchtlingshilfe von kommunaler Seite zu beleuchten. Vor allem das Thema Wohnraum wurde dabei intensiver diskutiert.


    „Von insgesamt 146 Flüchtlingen in der VG Wonnegau sind derzeit 60 in Dittelsheim-Hessloch und 24 in Osthofen untergebracht“,  berichtete die Landtagsabgeordnete Anklam-Trapp. Der Rest sei dezentral auf die Kommunen in der Verbandsgemeinde verteilt. Da vor allem in den nun anstehenden kalten Wintermonaten die Wohnungssuche für die kommunalen Verwaltungen landesweit eine der größten Herausforderungen darstellt, rief die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion dazu auf leerstehenden Wohnraum an die Verbandsgemeinden zu melden. Im selben Zusammenhang regte der Geschäftsführer des Kreisbauvereins und SPD-Vorsitzende im Verband Wonnegau, Hans-Hermann Seelig an, bezahlbares Wohnen für alle Bedürftigen zu ermöglichen und dafür den soziale Wohnungsbau auf kommunaler Ebene stärker zu fördern.


    Weiterhin seien Fahrdienste, Hilfe bei Behördengängen sowie die Einbeziehung der Flüchtlinge in die bestehende Vereinslandschaft wertvolle Unterstützungsleistungen, die vor Ort geleistet werden können, erläuterten Pfarrer Hudel Volker, von der evangelischen Sozialstation und  Christa Hanser von der Christusgemeinde Westhofen.  Auch Cihan Ölmez, Vorsitzender der islamischen Gemeinschaft in Osthofen verwies darauf, dass die Integration von Flüchtlingen in das Gemeindeleben letztlich nur durch einen kontinuierlichen Dialog zwischen den Kulturen und Religionen gelingen könne.


    Über den Tellerrand hinausblicken
    Zwar sei es laut Alexandra Heinecker von der Caritas Osthofen zu begrüßen, dass die Spendenbereitschaft der Menschen, was warme Decken und Kleidung betreffe, momentan so hoch sei wie selten zuvor. Dennoch mahnte VDK-Vorsitzender Otto Stridde an, die gleiche soziale Hilfe für alle Bedürftigen zu leisten, damit keine Neidkultur entstehe. Auch SPD-Mitglied Marco Moser riet dazu über den Tellerrand hinaus zu blicken und verwies auf die Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ zugunsten hilfsbedürftiger Kinder in osteuropäischen Krisenländern, an der sich auch der SPD Ortsverein Westhofen beteiligt.


    Der Diskussionsabend markierte den Start einer Reihe an Veranstaltungen, die in den kommenden Wochen in allen Verbandsgemeinden im Wahlkreis der Abgeordneten zu verschiedenen Themen durchgeführt wird.


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