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  • Mo., 20. Mai 2013, 12:15 Uhr
    SPD Bundestagskandidat zu Gast im Bildungs-Zentrum Worms

    Förderung junger Menschen im Mittelpunkt

    Dass sich die Förderpraxis gerade für junge benachteiligte Menschen nach der Bundestagswahl im September dringend ändern müsse, darüber waren sich Thilo Müller vom Bildungs-Zentrum und der Bundestagskandidat Marcus Held schnell einig. Denn die vom Bildungs- Zentrum Müller im Hohenstaufenring angewandte Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BAE) hat zum Ziel, „dass benachteiligt junge Menschen Schlüsselqualifikationen erlangen und dann in einer Firma erfolgreich weiter beschäftigt werden“, so Thilo Müller, dessen Vater Helmut Müller bereits seit 1979 in Ludwigshafen eine solche Fördereinrichtung erfolgreich betreibt.

    Unzufrieden zeigte sich Müller aber mit der aktuellen Förderpraxis des Bundesministeriums, das, um Kosten zu sparen, fast nur noch in kooperativer Form und nur noch sehr selten in integrativer Form fördert. „Dabei bleiben viele junge Menschen auf der Strecke“, erläuterte Müller dem SPD-Bundestagskandidaten. „Das Problem wird lediglich verschoben, denn so können junge Menschen nicht an den Arbeitsmarkt herangeführt werden“, betonte auch Marcus Held, der für eine Neuausrichtung der Förderpraxis im Bund plädiert.

    Im persönlichen Gespräch erfuhr Bundestagskandidat Held, dass die im Bildungszentrum Thilo Müller beschäftigten jungen Leute sehr motiviert sind und gerne auf einen Berufsabschluss hinarbeiten. „Wir bilden hier aktuell Teilezurichter, Maschinen- und Anlageführer sowie Hochbaufacharbeiter aus“, erläuterte Müller die Berufszweige, für die derzeit junge Leute vom Jobcenter und der Arbeitsagentur zugeordnet werden.

    Zum Abschluss des Besuchs ließ sich Marcus Held noch die vielfältigen Angebote des Bildungs-Zentrums Müller insgesamt erläutern und war vor allem vom Projekt „Hauptschulabschluss“ sehr begeistert. „In Worms leben etwa 2.000 Menschen ohne Schulabschluss, den sie aber nachholen können. Hier haben wir in Kooperation mit dem CJD und der Wittelsbach-Schule in Ludwigshafen ein Projekt aufgelegt, an dem in der ersten Runde 18 Personen teilnehmen und erfolgreich ihren Abschluss nachholen konnten“, erläuterte Müller.

    Dass fast alle dadurch zu einem Ausbildungsberuf gefunden haben, lobte Marcus Held besonders: „Dies alles zeigt wie wichtig es ist, junge Menschen zu fördern und keinen einzigen Menschen aufzugeben. Deshalb müssen wir uns im Bund für mehr Förderung stark machen“, so Marcus Held abschließend.

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