Di., 22. Oktober 2013, 09:53 Uhr
Wormser Sozialverband SoVD warnt vor leeren Wahlversprechen
Forderungen an die neue Bundesregierung
Der Wormser Sozialverband Deutschland (SoVD) hat die politischen Parteien dazu aufgefordert, akute Fehlentwicklungen in der Sozialpolitik zu korrigieren. „Die Politik darf nicht länger einen Berg unerledigter Aufgaben vor sich herschieben. Insbesondere bei den Themen Rente, Pflege und Menschen mit Behinderungen muss eine neue Bundesregierung handeln und verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“, erklärte der Wormser SoVD-Vorsitzende Heiner Boegler, anlässlich der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD.
Als vorrangig bezeichnete der Vorsitzende ein Konzept gegen Altersarmut und die Einführung einer Mütterrente. „Die aktuellen Erhebungen über den Anstieg der Zahl älterer Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, bestätigen die schon seither zum Ausdruck gebrachten Befürchtungen und schockieren.
Um diese sozialen Missstände zu beheben, müssen Hilfspakete geschnürt und grundlegende Weichenstellungen bei der Rente vorgenommen werden. Neben der Rückkehr zur lohnorientierten Rente gehört dazu ein stabiles Rentenniveau über 50 Prozent.“
Ebenfalls als vordringlich bezeichnete Boegler „eine Politik, die für faire Chancen behinderter Menschen am Arbeitsmarkt sorgt.“ Zudem betonte er, dass eine umfassende Pflegereform zur Entlastung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen rasch in Angriff genommen werden müsse.
Unabhängig von der parteipolitischen Zusammensetzung einer neuen Regierung gehörten die drängendsten sozialpolitischen Herausforderungen sofort auf den Tisch.