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  • Fr., 08. Oktober 2021, 11:08 Uhr
    Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und Universität München: Tagung am heutigen Freitag in Mainz

    Forum zu Hass und Hetze im Internet



    LKA-RP:  Mainz (ots) - Seit heute Vormittag tagen in der Mainzer Staatskanzlei Experten
    der Politik, Forschung, Lehre, Gesellschaft, Justiz und Sicherheitsbehörden zum
    Thema: "Hass und Hetze im Internet".

    Das bereits zum sechsten Mal stattfindende Trierer Forum zum Recht der Inneren
    Sicherheit (TRIFORIS) steht unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen
    Ministerpräsidentin Malu Dreyer und widmet sich in diesem Jahr den
    Herausforderungen, die der virtuelle Raum als Bühne für den Austausch strafbarer
    Botschaften und als Plattform für den Radikalisierungsprozess mit sich bringt.

    Das in Kooperation zwischen dem Münchener Institut für Digitalisierung und das
    Recht der Inneren Sicherheit (IDRIS) und dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
    (LKA) entstandene Forum setzt auf den gezielten Dialog von Wissenschaft und
    Praxis. Sie versteht sich als Plattform, auf der renommierte Experten über
    aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze informieren.

    Im Internet werden Menschen immer häufiger mit Aussagen angegriffen, die
    rechtsextremistischem Gedankengut entspringen. Zudem hat sich das Netz zu einem
    Instrument entwickelt, mit dessen Hilfe sich nicht nur Mitglieder und
    Sympathisanten rechtsextremer Gruppierungen, sondern in zunehmendem Maße auch
    Einzeltäter radikalisieren, Gewalttaten vorbereiten oder teilweise sogar deren
    Ausführungen live dokumentieren. "Gerade jetzt, in unseren 'unübersichtlichen
    Zeiten', in denen menschenverachtendes Gedankengut unkontrolliert im virtuellen
    Raum Verbreitung findet, ist es von besonderer Bedeutung, den Blick auf
    extremistische Inhalte sowie krude Verschwörungsmythen, insbesondere in den
    sozialen Medien, zu schärfen und sich ihnen entgegenzustellen", betont Johannes
    Kunz, Präsident des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz.

    "Für eine effektive Bekämpfung von Hass und Hetze im Internet brauchen wir mehr
    als nur reflexartige Rufe nach neuen Straftatbeständen und höheren Straftaten.
    Wir müssen vielmehr als Gesellschaft auch klare rote Linien für die
    Unverbesserlichen ziehen und als Einzelne mit gutem Beispiel vorangehen",
    verdeutlicht Prof. Dr. Mark A. Zöller von der Juristischen Fakultät der
    Ludwig-Maximilian-Universität München.

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