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  • Do., 27. August 2020, 12:17 Uhr
    Ponykarussell auf dem Nibelungenland: PETA appelliert an Bürgermeister Kessel und Ratsfraktionen

    „Fragwürdige Attraktion künftig nicht zulassen“

    Ein trauriges Pony im „Ponykarussell“. Foto: PETA Deutschland e.V.


    Das Ponykarussell auf dem Wormser „Nibelungenland“ erregt überregionale Aufmerksamkeit. Nachdem sich einige Besucher bei PETA, der größten Tierrechtsorganisation des Landes, über die fragwürdige „Attraktion“ beschwerten, übt diese nun scharfe Kritik an dem „rücksichtslosen Umgang mit den Pferden“. 

    Zum einen seien die Wirbelsäulen und Beine der Tiere nicht für stundenlanges Im-Kreis-Laufen ausgelegt. Zum anderen stelle das stundenlange monotone Im-Kreis-Laufen eine „große seelische Belastung für die Tiere dar“ – so PETA in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

    Schreiben verfasst
    Die Tierrechtsorganisation habe Anfang dieser Woche in einem Schreiben an den Wormser Bürgermeister Adolf Kessel sowie an die Stadtratsfraktionen appelliert, dem Vorbild anderer deutscher Städte zu folgen und sogenannte Ponykarussells künftig nicht mehr auf Veranstaltungen zuzulassen.

     „Für ein kurzes Kindervergnügen werden die sensiblen Tiere als Rondellmaschinen missbraucht. Ponys sind fühlende Lebewesen und keine Maschinen, die man stundenlang im Kreis laufen lässt“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA. „Wir hoffen auf eine Verbotsinitiative durch die Wormser Politiker.“

    Viele Städte gingen laut PETA mit gutem Beispiel voran. So hätten etwa Veranstalter oder Politiker in Düsseldorf, Mainz, Konstanz, Duisburg, Coburg, Dachau und Zwickau beschlossen, künftig keine „Ponykarussells“ mehr auf Veranstaltungen zuzulassen.

    Die Bevölkerung betrachte „Ponykarussells“ ebenfalls kritisch, so PETA: Eine repräsentative Umfrage aus dem Jahr 2015 habe ergeben, dass rund zwei Drittel der Deutschen den Einsatz der Tiere für diese „Karussells“ als nicht tiergerecht empfänden. Nur 13 Prozent glaubten laut der Umfrage, dass die Ansprüche der Pferde ausreichend erfüllt würden. Während 19 Prozent aller Befragten der Ansicht seien, dass das Ponyreiten auf Jahr- und Weihnachtsmärkten weiterhin zugelassen werden sollte, spreche sich eine deutliche Mehrheit von rund 59 Prozent für ein Verbot aus.

     

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