FWG Bürgerforum Worms stellt Liste zur Kommunalwahl vor / Peter Englert kandidiert als Stadtrat
Freie Wähler hoffen auf mehr Sitze
Von links: Zur Kommunalwahl informieren die Freien Wähler Karl Müller, Mathias Englert, Peter Englert und Astrid Perl-Haag über ihre Stadtratsliste sowie ihr Wahlprogramm.
VON FLORIAN HELFERT Peter Englert kandidiert als Mitglied der Freien Wählergemeinschaft Bürgerforum Worms (FWG) für den Wormser Stadtrat. Auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag legte er in den Räumen der Bierakademie im Wormser Westen dar, dass er dies nach seiner Kandidatur als Oberbürgermeister den Bürgerinnen und Bürgern schulde.
Insgesamt kandidieren 20 Kandidaten*innen der FWG für den Wormser Stadtrat – inklusive der Fahrradbeauftragten der Stadt Worms, Rosa Schumann-Montoya. „Unser Ziel ist, mehr Sitze wie zuvor zu erreichen“, strebt Fraktionsvorsitzender Mathias Englert an, um künftig möglichst „maßgeblich an Entscheidungen beteiligt zu sein“.
Darüber hinaus treten sie in Herrnsheim, Hochheim, Ibersheim und Rheindürkheim für den jeweiligen Ortsbeirat mit eigenen Listen an. Ergänzend kandidiert Mathias Englert erneut als Ortsvorsteher in Hochheim.
Land und ADD in der Kritik „Das Land hat den Kommunen die zur Erfüllung ihrer eigenen und der übertragenen Aufgaben erforderlichen Mittel im Wege des Lasten- und Finanzausgleichs zu sichern“, zitierte FWG-Spitzenkandidat Mathias Englert aus Artikel 49 Absatz 6 der Landesverfassung. Entsprechend äußerte er mangels der chronischen Unterfinanzierung des Sozialhaushaltes durch Bund und Land seinen Ärger über die immer wiederkehrenden Auflagen der Kommunalaufsicht (ADD) bezüglich des Haushaltes der Stadt Worms.
In der Debatte um das Rathaus II sieht Mathias Englert hingegen die Stadt Worms in der Pflicht und forderte im gleichen Atemzug Nutzungskonzepte für das Andreasquartier sowie das Hochstift.
Neues Tourismuskonzept gefordert „Außerdem benötigen wir ein neues Tourismuskonzept“, kritisierte sein Namensvetter Peter Englert. Statt eines zweieinhalbstündigen Rundganges zu Fuß durch zwei Jahrtausende müsse die Lutherstadt ihre reiche Geschichte neu verpacken: „Worms muss verstärkt Ausgangspunkt für mehrtägige Aufenthalte vor Ort und Ausflüge in die Pfalz und nach Rheinhessen werden“, so Englert.
Verkehr neu denken Für die Aufenthaltsqualität von Touristen und Fußgängern empfahl Karl Müller, die Kernfunktion der Innenstadt zu stärken – und ihnen den Vorrang vor Autos zu geben. „Da muss konsequenter und weiter gedacht werden“, bezog der älteste FWG-Ratskandidat Stellung. Vergleichbares gelte auch für das Wormser Wäldchen als Naherholungsgebiet.
Jugend braucht Freiräume „Wir möchten Bolz- und Basketballplätze erhalten und ausbauen“, berichtete Astrid Perl-Haag. Zugleich bedauerte sie, dass noch immer kein neues Jugendzentrum in Worms existiere. Des Weiteren beanstandete sie die mangelnden Räume und Plätze rund um den U3-Rechtsanspruch für Eltern mit Krippen- beziehungsweise Kindergartenkindern.
Ihren Wahlkampf möchte die Freie Wählergemeinschaft „kreativ und positiv“ gestalten. Einen ersten Eindruck hierzu ermöglichen www.fwg-worms.de oder alternativ www.wormswillweiter.de
Die 20 Kandidat*innen der FWG Worms Mathias Englert, Peter Englert, Karl Müller, Astrid Perl-Haag, Steffen Landskron, Monika Weber, Nikolaj Kolbasko, Rosa Schumann-Montoya, Martin Mehlmann, Sina Iriohn, Kim Kettinger, Jens Kaltschmidt, Ute Landskron, Anna Rudek, Uli Borrmann, Andrea Scholler, Marvin Opp, Thomas Dreher, Oskar Ristau, Werner Holl.