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  • Do., 12. Juni 2025, 16:38 Uhr
    LANDESLIGA OST: Bei der TSG soll es wieder aufwärtsgehen / Trainingsauftakt am 21. Juni

    Freien Fall stoppen

    Vincent Haber und Marcell Oehler halten der TSG weiterhin die Treue. Aber gerade diese beiden müssen in der neuen Saison als Spieler vorangehen.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Der freie Fall der TSG Pfeddersheim geht weiter. Der zweite Abstieg hintereinander ist in Stein gemeißelt. Der Abstieg in die Landesliga Ost hatte viele Gründe. Dessen sind sich die Verantwortlichen bei der TSG auch bewusst. Sie werden und haben schon einige Rückschlüsse daraus gezogen. Jetzt im Nachgang noch darauf näher einzugehen oder sogar nachzuhaken, bringt das Team nicht in die Verbandsliga zurück. Der Blick muss nach vorne gehen. Das gilt für den Trainer, die Mannschaft und den Verein insgesamt. 

    Einen Abwärtstrend bis in die Bezirksliga hat der Verein vor Jahren schon einmal erlebt. Doch soweit soll es jetzt nicht mehr gehen.  Mit Blick auf die neue Saison haben sie ihre Hausaufgaben erledigt, denn für den Fall eines Abstiegs hatten sie natürlich einen Plan B in der Schublade. Der Verein ist für die Landesliga vorbereitet. Ganz wichtig und gleichzeitig ein Zeichen, dass alle Spieler ihre Zusagen nicht zurückgezogen haben. Egal, ob sie jetzt den Vertrag verlängert haben oder neu hinzustechen werden. Das gilt auch für das Trainerteam – Trainer Marco Streker, Torwarttrainer Frederik Tilger-Kuhn und als spielender Co-Trainer Marcell Oehler.

    Auf den ersten Blick hat der Kader eine gesunde Mischung. Vom Stammpersonal halten neun Spieler dem Verein die Treue. Extern wurden bisher acht Neuzugänge verpflichtet. Dazu werden der eine oder andere noch aus der Jugend und der zweiten Mannschaft hochgezogen werden. Das ist jetzt schon ein größerer Kader, der Trainer Marco Streker zur Verfügung steht, als es in der Rückrunde der Fall war. 

    Offensiver Linksfuß gesucht

    Gesucht werden noch bis zu zwei Spieler. Am liebsten noch einen Linksfuß für die Offensive. Bei den Neuzugängen wurde diesmal auf viele Faktoren Wert gelegt. Es sind spannende Charaktere dabei. Auf der einen Seite kommt mit Rik Hiemeleers, Dominik Schwarz und Mikhail Ünal einiges an Erfahrung hinzu. Aber auch etwas an Unbekümmertheit mit Marlon Igerst, Finn Cleres, Dennis Renner, Artur Reich und dazu noch Bartosz Wiach. Gerade Bartosz kann als Vorbild dienen, wie Eigengewächse integriert werden. Sie sollen für neuen Wind im Team sorgen und als Gallionsfigur für den Neuaufbau stehen, der eingeleitet werden muss. 

    Aus der eigenen Jugend und der zweiten Mannschaft werden mit Markus Schygulla, Nils Lischka und Julius Britzius in die erste Mannschaft dazustoßen. Sie sind alle noch entwicklungsfähig, was gleichzeitig die Arbeit von Marco Streker noch interessanter macht. Die jungen Fußballer auf das nächste, höhere Level zu stellen. Das ist genau der Weg, den die TSG in den Vorjahren vernachlässigt hat. Damit sind sie stark geworden. Junge, strebsame und ehrgeizige Fußballer aus der Region, die den Verein TSG Pfeddersheim kennen, verinnerlichen und den vorgegebenen Weg auch mitgehen wollen, das muss und wird das Ziel sein. Alle Neuzugänge passen menschlich und sportlich super in das Bild. 

    Konkurrenzfähige Mannschaft

    Das Feld ist bestellt und die Vorfreude auf die neue Saison wächst. Das Team wird in der Landesliga konkurrenzfähig sein. Durch die Verjüngung der Mannschaft kann es etwas dauern, bis alle Rädchen ineinander greifen. Von der Konkurrenz werden sie sicher als Aufstiegsfavorit ausgerufen. Doch der Verein wird gut beraten sein, etwas kleinere Brötchen zu backen. In der letzten Saison haben sie genug Lehrgeld bezahlt. Doch in der Spitzengruppe dabei zu sein, sollte als Saisonziel durchaus herhalten. Die verbleibenden Spieler und das Trainerteam sind trotzdem gefordert. Mit Fabio Schmidt und Marcell Oehler sind sogar zwei Spieler dabei, die beide Abstiege miterlebt haben. Das Team muss den Willen an den Tag legen, alles wieder besser zu machen. 

    Die Positionen sind gut besetzt, teilweise sogar doppelt. Es wird ein guter Konkurrenzkampf herrschen. Die Verantwortlichen der TSG setzen keine Tabellenplätze als großes Ziel aus. Sie haben andere Wünsche für die neue Saison. Besserer Fußball soll wieder in das Uwe-Becker-Stadion einziehen. Dazu soll es während der neunzig Spielminuten und nach dem Abpfiff harmonischer zugehen. 

    Das Verlassen der Oberliga war damals nicht vermeidbar. Aber der Abstieg aus der Verbandsliga war absolut unnötig und hausgemacht. Es wird nicht alles umgedreht – aber einiges. Es ist vor allem den Fans zu wünschen, dass erfolgreichere Zeiten bei der TSG einziehen. Ferner, dass sich der Verein, die Mannschaft und die Fans als TSG-Familie präsentieren, denn dafür stand die TSG Pfeddersheim jahrelang. 

    Start am 21. Juni

    Der Aufgalopp in die neue Saison wird am Samstag, dem 21. Juni, starten. Am Mittwoch darauf findet im SAT-Cup, die Partie zwischen der TSG und Wormatia Worms statt. 

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