Fr., 14. Januar 2022, 12:14 Uhr
DIGITALISIERUNGSAUSSCHUSS: Mitglieder wünschen sich WLAN, erkennen allerdings auch Hürden
Freies WLAN für Wormser Busse vertagt
VON FLORIAN HELFERT Erst mit der kommenden ÖPNV-Ausschreibung kommt – eventuell – WLAN für Wormser Busse, so lautete im Grunde der einstimmige Konsens aller Mitglieder des Digitalisierungsausschusses am Donnerstag.
„WLAN ist ein Stück weit Dienstleistung und erhöht die Attraktivität“, begrüßte Timo Horst als für den Öffentlichen Personen- und Nahverkehr verantwortlicher Dezernent die seitens des Jugendparlamentes eingebrachte Idee grundsätzlich. Umso mehr, da die Erfahrungen anderer Kommunen sehr positiv ausfallen würden, wie er berichtete. „Bei der kommenden Ausschreibung werden wir WLAN mit reingeben und bepreisen lassen“, so Horst weiter, „um dann im weiteren Verlauf darüber gemeinsam entscheiden zu können“.
Richard Grünewald, Grünen-Fraktionsvorsitzender, klinkte sich vergleichbar in die Debatte ein: Es sei ein Spagat. Ihm zufolge sind mobile Datenflatrates weit verbreitet und freies WLAN in städtischen Bussen somit prinzipiell betrachtet kein Muss. „Andererseits ist es ein Komfortmerkmal, ein ‚Öko-Bonbon‘ für einen attraktiven ÖPNV“, fasste Grünewald die einhellige Meinung aller Ausschussmitglieder zusammen.
Verwirrungspotential
Gemäß der Beschlussvorlage bezieht sich die Umsetzung nur auf die zehn innerstädtischen Busse (VRN Stadt Worms), die 13 Überlandbusse (VRN Wonnegau-Altrhein) müssten separat geprüft und in Kooperation mit den anderen Kommunen beauftragt werden. Würden ausschließlich Wormser Busse mit freiem WLAN ausgestattet werden, bestünde ein Verwirrungspotential, welche Busse mit beziehungsweise ohne WLAN unterwegs sind.
Weitere zu bedenkende Aspekte betreffen laut der Verwaltung die Kosten einer solchen freiwilligen Leistung, aber auch die Verbindungsqualität und Datenrate. Flächendeckend gebe es nämlich weder LTE (4G) noch das modernere 5G.