Minister Lewentz: Lebendige Demokratie braucht Kommunalpolitiker / Weinsheimer Ortsvorsteher heute in Wörrstadt geehrt
Freiherr-vom-Stein-Plakette für Heinz Wößner
Gratulation von Oberbürgermeister Michael Kissel und Stadtratsmitglied Karl-Heinz Henkes (SPD) (links) - und für Margitta Wößner ein Blumenstrauß. (Foto: Stadt Worms/ Presseabt.)
Innenminister Roger Lewentz hat den hohen Stellenwert von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern für einen funktionierenden Staat hervorgehoben. "Eine lebendige Demokratie braucht politisch engagierte Ehrenamtler", sagte Lewentz bei der Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette am Dienstag in Wörrstadt. Dort wurden 37 Persönlichkeiten für ihre Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung aus allen Kreisen und fast allen kreisfreien Städten des früheren Regierungsbezirks Rheinhessen-Pfalz ausgezeichnet.
"Wir würdigen Leistungen von Frauen und Männern, die sich durch ihren langjährigen, zeitaufwändigen und engagierten Einsatz in einem kommunalpolitischen Ehrenamt hervorgetan haben", betonte der Innenminister. Aus Worms wurde Heinz Wößner, Stadtratsmitglied und Ortsvorsteher, im Beisein von Oberbürgermeister Michael Kissel ausgezeichnet.
Auszeichnung kommunalpolitischen Engagements
Seit 1954 wird die Freiherr-vom-Stein-Plakette - seit 2001 alle drei Jahre - an Bürgerinnen und Bürger als Auszeichnung ihres kommunalpolitischen Engagements verliehen. "Auch heute noch ist Steins Überzeugung aktuell, dass eine positive Entwicklung von Staat und Gesellschaft ohne die aktive und konstruktive Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger nicht möglich ist", sagte Lewentz. Somit sei der Name Stein neben der Modernisierung von Staat und Verwaltung und der sozialpolitisch bedeutsamen Bauernbefreiung insbesondere mit der Kommunalreform verbunden.
"Die Träger der Plakette nehmen auch gleichzeitig die Aufgabe an, Vorbild für junge Menschen zu sein, für die die demokratische Lebensform und die kommunale Selbstverwaltung in der Bundesrepublik Deutschland etwas Selbstverständliches geworden ist", fügte Lewentz hinzu. Kommunale Selbstverwaltung lebe von verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern, die für Belange eintreten und Verantwortung übernehmen. Das verdienstvolle Wirken der Geehrten solle der jungen Generation als Beispiel dienen, dass für Gemeinschaften die bürgerliche Beteiligung am kommunalen Leben notwendig sei. Denn nur durch Handeln vor Ort könne man etwas erreichen.
Keinen und größeren Anliegen seiner Mitbürger mit großem Engagement gewidmet
"Mit Heinz Wößner wurde in Wörrstadt ein verdienstvoller Wormser Kommunalpolitiker für sein langjähriges kommunalpolitisches Wirken als Mitglied des Stadtrates und als Ortsvorsteher von Worms-Weinsheim ausgezeichnet. Heinz Wößner ist ein Mann, der sich den kleinen und größeren Anliegen seiner Mitbürger mit großem Engagement widmet und für seinen Stadtteil durch freundliche Beharrlichkeit und Augenmaß vieles erreicht hat.
Zudem ist er in der Gesamtverantwortung als Stadtratsmitglied ein Mann klarer Worte, der sich nicht scheut, bei schwierigen Themen auch sehr pointiert Position zu beziehen", charakterisierte Oberbürgermeister Michael Kissel den Wormser Kommunalpolitiker Heinz Wößner (SPD) anlässlich der Auszeichnung mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette. OB Kissel dankte auch Wößners Ehefrau Margitta mit einem Blumenstrauß und freute sich, dass Innenminister Lewentz dem Wormser Vorschlag gefolgt ist.
Heinz Wößner (Jahrgang 1938) ist seit 1989 Ortsvorsteher in Worms-Weinsheim, seit 1994 gehört er dem Wormser Stadtrat an und ist zudem Mitglied in verschiedenen Ausschüssen und Gremien. Für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde ihm 1999 die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz verliehen, im Jahre 2003 folgte die Auszeichnung mit der Ratsehrenadel der Stadt Worms in Silber für seine Mitgliedschaft im Stadtrat über drei volle Amtsperioden hinweg.