In einer Resolution hat das Europäische Parlament am 10. Juni 2015 die syrische Regierung aufgefordert, den seit 2012 inhaftierten Journalisten Mazen Darwish unverzüglich und bedingungslos freizulassen. Gemeinsam mit Darwish, dem Präsidenten des Syrischen Zentrums für Medien- und Meinungsfreiheit, wurden auch Hani Al-Zaitani und Hussain Ghrer verhaftet. Seit dem 6. Mai 2015 ist Darwish an einen unbekannten Ort verbracht worden. Seine Ehefrau hat seitdem keinen Kontakt zu ihm herstellen können. Zuvor soll er schwerer Folter und Misshandlungen ausgesetzt gewesen sein.
Auf Vorschlag der Stadt Worms war Darwish am 25. April 2015 der Preis der Lutherstädte „Das unerschrockene Wort“ verliehen worden.
„Wir beobachten diese Entwicklungen um Mazen Darwish in Worms sehr genau. Die Pressefreiheit ist ein grundlegendes Element der Freiheit schlechthin“, so Oberbürgermeister Michael Kissel.
Der SPD-Europaabgeordnete Arne Lietz aus Sachsen-Anhalt hat die Forderung nach Freilassung von Darwish in die Resolution eingebracht, die auch zur Lage in Palmyra Stellung nimmt.
„Als Bürger einer Lutherstadt und Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte des EU-Parlamentes finde ich es gut, dass ich den Aufruf zur Freilassung des Preisträgers Mazen Darwish verstärken und im Europaparlament einbringen konnte“, sagt Arne Lietz. Und: „Das Europaparlament hat die Möglichkeit, gezielt öffentlichen Druck aufzubauen. Ein solcher Druck kann entscheidend für die Opfer von politischer Repression sein.“
In der Resolution wird auch die Freilassung all jener in Syrien gefordert, die im Zusammenhang mit der friedlichen Ausübung ihres Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit festgenommen, angeklagt oder verurteilt wurden.
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