
Die Kita-Sozialarbeit der Kreisverwaltung Alzey-Worms unterstützt Familien mit Kindern im Kita-Alter, um die positive Entwicklung der Kinder zu fördern. Eine der Kita-Sozialarbeiterinnen im Landkreis ist Alina Schuff. Die Erziehungswissenschaftlerin begleitet Familien beispielsweise zu Fachärzten oder zu verschiedenen Hilfsangeboten wie dem Jobcenter, dem Allgemeinen Sozialdienst (ASD) oder Beratungsstellen.
Jeden Morgen besucht Alina Schuff während der Bringzeit eine Kita. Bei Bedarf wenden sich die Familien direkt an die Fachkraft oder das Kita-Personal stellt den Kontakt her. Die Zusammenarbeit zwischen den Familien und der Fachkraft ist freiwillig. Dadurch entsteht eine Beziehung auf Augenhöhe. Die Bedeutung dieses Verhältnisses unterstreicht die Koordinatorin der Kita-Sozialarbeit, Katrin Leisenheimer: „Die Kita-Sozialarbeit lebt von der Beziehungspflege.“ Dazu gehöre es, in den Kitas präsent zu sein. Alina Schuff arbeitet seit drei Jahren als Kita-Sozialarbeiterin für die Kreisverwaltung und ist für fünf Kitas zuständig.
Der Weg zur Kita-Sozialarbeit stellt für Familien mit Anliegen einen ersten Schritt zur Selbsthilfe dar. Manchen reiche ein Telefonat oder ein Einzeltermin aus, andere Familien begleite sie seit drei Jahren. Häufige Themen seien die Trennung der Eltern oder Fragen zur Erziehung, wie beispielsweise der Medienkonsum oder die Autonomiephase. Ein weiterer Grund für die Kontaktaufnahme könne der individuelle Förderbedarf eines Kindes sein. „Viele Eltern sind beim ersten Kontakt sehr verunsichert. Oft fällt ein Kind in der Kita erstmals auf“, erklärt Schuff.
In anderen Fällen fühlten sich etwa Eltern mit Migrationshintergrund aufgrund von Sprachbarrieren wohler, bei wichtigen Terminen die Kita-Sozialarbeiterin an der Seite zu haben. Alina Schuff erklärt: „Besonders schön an der Arbeit ist, dass man die Entwicklung der Kinder und der Eltern begleitet. Man weiß, man bewegt etwas.“ Es gebe aber auch Fälle, in denen das Wohl des Kindes gefährdet sei. In solchen Situationen arbeite Schuff mit den Mitarbeitenden des Allgemeinen Sozialdienstes zusammen.
Regelmäßig bieten die Fachkräfte Elternabende und Projekte an, die die Beziehung zu den Eltern festigen, zum Beispiel Vorleseaktionen. Die Kita-Sozialarbeit baut Hürden ab, sich Unterstützung zu suchen und stellt damit für viele Familien eine unverzichtbare Brücke zu vielfältigen Anlaufstellen dar.
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