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  • So., 14. Januar 2024, 17:17 Uhr
    Bauernproteste: Bauern- und Winzerverbände in Worms hatten am Samstagabend zum Mahnfeuer eingeladen

    Freude über große Resonanz

    Der Einladung der Bauern- und Winzerverbände zum Mahnfeuer waren zahlreiche Interessierte gefolgt.


    Eine überwältigende Resonanz fand am Samstagabend die Einladung der Landwirte und Winzer aus dem Wormser Süden zum Mahnfeuer zwischen Pfeddersheim und Heppenheim.

    Bei Glühwein und Wurst kam man mit den Bauern ins direkte Gespräch und konnte sich informieren. Viele Bürgerinnen und Bürger drückten ihr Verständnis für die zunehmenden Belastung der Bauern aus.

    Wie Richard Grünewald, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bauern- und Winzerverbände in Worms erläuterte, „geht es den Landwirten in ihrem Protest um mehr als die Streichung der Argrardieselerstattung“. Es gebe Kürzungen bei den Zuschüssen zur Alterskasse und Kürzungen der Agrarbeihilfen.

    Am liebsten ohne Subventionen
    Am liebsten würden die Bauern laut Grünewald ohne Subventionen leben und ihre Familien mit ihrer Hände Arbeit ernähren. Das gelinge nicht, weil die Landwirte hierzulande zwar zu hohen sozialen Standards wie Mindestlohn und Umweltauflagen wie der Düngeverordnung produzierten, ihre Produkte wie Weizen, Kartoffeln oder Wein dann aber zu geringen Weltmarktpreisen bezahlt würden.

    Der höhere Aufwand für Bodenschutz und deutsche Gesetze würde nicht honoriert, sondern vielmehr würde die Bauernschaft gegen die Konkurrenz aus Ländern mit geringeren Auflagen ausgespielt. Hohe Anforderungen an die lokale Produktion seien nicht vereinbar mit Dumpingpreisen von weit her importierter Lebensmittel. „Hier muss gleiches Recht für alle gelten“ fordert Richard Grünewald. Bauern wüssten wie kaum eine Berufsgruppe um den Klimawandel und die notwendigen Veränderungen in der Landwirtschaft. „Diese gibt es nicht zum Nulltarif“, so Grünewald abschließend.

    Im Laufe des Abends strömten immer mehr Menschen zum Mahnfeuer, so dass die Veranstalter bald über 300 Teilnehmer zählten, die sich im Schein des Feuers an ihren Punsch- oder Glühweintassen wärmten.

    „Wir freuen uns über die große Resonanz und hoffen auf Veränderung in der Politik und zukunftsfähige Spielregeln für bäuerliche Familienbetriebe in Deutschland“, so Richard Grünewald abschließend.

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