VG EICH: Gelungenes Begegnungstreffen in der Gemeindhalle Hamm / Weitere Veranstaltungen geplant
Freundschaften knüpfen in schwerer Zeit
Im Rahmen des Begegnungskreises „Wir füreinander“ sollte das Treffen das erste Fest in einer Reihe weiterer Veranstaltungen sein.
„Damit aus Fremden Freunde werden“ – passend zum Titel dieses kirchlichen Gesangbuchlieds luden christliche und kommunale Gemeinden aus der Verbandsgemeinde (VG) Eich, Ibersheim und Rheindürkheim am vergangenen Wochenende zu einem Begegnungstreffen in die Gemeindehalle Hamm ein.
Rund 120 Menschen – Flüchtlinge aus der Ukraine wie ortsansässige BürgerInnen – folgten der Einladung. Gemeinsam feierten sie am Sonntagnachmittag ein Fest des „Friedens und der Hoffnung“, bei dem sie einander kennen lernen, das Leid des furchtbaren Krieges wie auch die Hoffnung auf eine friedlichere Welt miteinander teilen konnten. Bei dem Fest berichtete ein aus Mariupol Geflüchteter von der Situation im Land. Für zuversichtliche und auch fröhliche Stimmung sorgten ukrainische und deutsche Musikbeiträge, die Jüngeren konnten sich beim Malen und Basteln vergnügen – und natürlich kam auch das leibliche Wohl der Festbesucherinnen und -Besucher nicht zu kurz.
Bedauerlicher Hintergrund
Der Hammer Ortsbürgermeister Hans-Werner Bart bekannte zu Festbeginn: Er nehme mit einem „lachenden und weinenden Auge“ teil. Denn: So sehr es ihn freue, dass so viele Menschen hier zusammen kämen, sei der Hintergrund des Festes eben umso bedauerlicher, der Angriffskrieg und seine furchtbaren Folgen für so viele Menschen. Ihnen so gut es möglich sei zu helfen, unterstrich Verbandsbürgermeister Maximilian Abstein in seiner Begrüßung. Er betonte, dass die Verbandsgemeinde die aus dem Kriegsgebiet Geflüchteten so gut wie möglich unterstützen möchte.
Organisiert wurde das „Fest des Friedens und der Hoffnung“ von der Gruppe „Wir füreinander“, zu der Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen sowie der Freien evangelischen Gemeinde Alsheim, der Freien Christengemeinde Hoffnung Mettenheim, der katholischen Pfarrgruppe Altrhein sowie des künftigen evangelischen Nachbarschaftsraums (Eich, Gimbsheim, Hamm und Ibersheim, Alsheim und Mettenheim, Rheindürkheim) gehören.
Auch künftig möchte die Initiative mit „Festen des Friedens und der Hoffnung“ Zeichen der Zuversicht setzen. Wobei zu den Festen selbstverständlich nicht nur Menschen aus der Ukraine eingeladen sind, sondern ebenso alle anderen, die aufgrund von Krieg anderer existentieller Not ihre Heimat verlassen müssen. Dass sie – miteinander und mit den hier schon lange ansässigen Menschen – zu einem gute Miteinander finden, möchte „Wir füreinander“ auch weiter ermöglichen: „Damit aus Fremden Freunde werden!“