Do., 10. Dezember 2020, 10:42 Uhr
AKTION: Das Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Worms und in den Wonnegau
„Frieden überwindet Grenzen“
Der BDKJ Worms und die Wormser Pfadfindergruppen verteilen ab Sonntag, dem 13. Dezember, das Friedenslicht aus Bethlehem in Worms. Am Dienstag, dem 15. Dezember, übergeben sie das Licht im Wormser Rathaus an Bürgermeister Kosubek. In den Tagen bis Weihnachten wird das Licht an vielen Orten in Worms und Wonnegau zur Abholung bereit stehen. In einem ökumenischen Aussendungsgottesdienst im Wormser Dom am Sonntag, dem 13. Dezember, empfangen Gruppen und Kirchengemeinden aus Worms und dem Wonnegau das Friedenslicht, um es in ihre Orte und Kirchen weiterzutragen. In den folgenden Tagen wird die Flamme im Burkhardhaus der Caritas an Vertreter der Caritas weitergegegeben.
Gemeinsam Grenzen überwinden
Die Friedenslichtaktion 2020 steht unter dem Motto „Frieden überwindet Grenzen". Überall erleben Pfadfinder Grenzen: zwischen Ländern, zwischen Menschen, zwischen Religionen und zwischen Ideologien. Je fester und stärker diese Grenzen ausgeprägt sind, desto schwieriger ist es oft, diese Grenzen zu überwinden. Nur gemeinsam können Grenzen überwunden werden. Dazu rufen die Jugendlichen alle Menschen guten Willens mit dem diesjährigen Motto auf. Schon Mahatma Ghandi war sich bewusst: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg.“
Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht
Jedes Jahr machen sich Pfadfinder verschiedener Nationen auf den Weg, um das Friedenslicht aus Bethlehem zu holen. Dabei überwindet es einen über 3.000 Kilometer langen Weg über viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Gerade in diesem Jahr spürt man, wie es ist, wenn sich Grenzen bilden, wenn Grenzen sogar geschlossen werden und man in der Freiheit eingegrenzt wird. Das Coronavirus hat aufgezeigt, wie zerbrechlich das gesellschaftliches Zusammenleben ist, aber auch wie wichtig Kreativität, besonnenes Handeln und Zuversicht sind.
In zahlreichen Kirchen abholen
In den Tagen bis Weihnachten kann das Friedenslicht in Worms und im Wonnegau in zahlreichen Kirchen abgeholt werden. Es brennt unter anderem im Wormser Dom, im Innenhof hinter der Martinskirche, in der Bergkirche St. Peter in Hochheim und in den Kirchen St. Peter in Herrnsheim, St. Bonifatius in Abenheim und St. Mauritius in Gimbsheim. Dort können sich alle Menschen guten Willens ihre mitgebrachten Kerzen anzünden. Bei der Abholung sind die Hygienevorschriften der Kirchengemeinden zu beachten. Zusätzlich findet eine Friedenslichtandacht am Samstag, dem 19. Dezember, um 18 Uhr, in Wiesoppenheim in Minraths Scheune, Theodor-Storm-Straße 64, statt. Außerdem wird das Licht im evangelischen Gottesdienst am 4. Advent, 20. Dezember, um 10 Uhr, in Pfeddersheim und am Heiligen Abend in den Gottesdiensten der Lutherkirche und der Versöhnungskirche weitergegeben. Für die Teilnahme an den Andachten und Gottesdiensten ist eine Anmeldung bei der jeweiligen Kirchengemeinde notwendig.
An der Verteilung des Friedenslichts aus Bethlehem beteiligen sich in Worms:
- Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Dekanat Worms
- Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Stamm Bundschuh, Pfeddersheim
- Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD), Stamm Nibelungen, Hochheim
- Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), Stamm Nibelungen, Luthergemeinde und Rheindürkheim, und Stamm Grafen von Eberstein, Horchheim
Rund 500 Orte in Deutschland
Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem in Palästina. Nach der auch im Internet übertragenen Aussendefeier in Salzburg wird das Licht von Pfadfinderinnen und Pfadfindern per Auto am Sonntag, dem 13. Dezember, in Deutschland verteilt: von München bis Kiel und von Aachen bis Görlitz. Bis Weihnachten wird das Licht an rund 500 Orten in Deutschland weitergegeben.