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  • Do., 15. Dezember 2022, 16:30 Uhr
    WORMS: Unter dem Motto „Frieden beginnt mit Dir“ sorgen Pfadfinder für den sicheren Transport

    Friedenslicht brennt im Rathaus

    Wormser Pfadfindergruppen und der BDKJ Worms gaben im Foyer des Rathauses das Friedenslicht aus Bethlehem an Oberbürgermeister Adolf Kessel weiter. Foto: Stadt Worms


    Durch die aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ist der Krieg wieder in Europa präsent. Umso wichtiger ist es in diesen schweren Zeiten ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Hierzu hisste Oberbürgermeister Adolf Kessel vor dem Rathaus im Juli die Flagge von „Mayors for Peace“. Und hierzu erstrahlte im Sommer ein Band aus Sonnenblumen in der Wormser Innenstadt. Nun, in der dunklen Jahreszeit, leuchtet jetzt das Friedenslicht im Wormser Rathaus. Es steht für den Wunsch nach mehr Frieden und Zusammenhalt auf der Welt. Der Tradition nach leuchtet es in Bethlehem in der Geburtskirche von Jesus Christus und macht von dort aus zur Weihnachtszeit eine Reise um die ganze Welt. Nun ist das erhellende Zeichen des Friedens auch in Worms angekommen. Pfadfinder überreichten unter dem Motto „Frieden beginnt mit Dir“ in dieser Woche das Friedenslicht im Foyer des Rathauses an Oberbürgermeister Adolf Kessel.

    Von Bethlehem reiste das Friedenslicht mit Hilfe einer Bogenlampe per Flugzeug nach Wien. Nach der Aussendefeier in Österreichs Hauptstadt wurde das Licht von Pfadfindern per Zug in Deutschland verteilt: von München bis Kiel und von Aachen bis Görlitz. Bis Weihnachten wird das Licht an rund 500 Orten in Deutschland weitergegeben. Über die Zwischenstationen Mannheim und Speyer erreichte das Symbol für eine friedliche Welt auch die Nibelungenstadt. Der ehemalige Pfadfinder Kessel bedankte sich bei der Weitergabe für den sicheren Transport und hob die Bedeutung der Friedensbotschaft hervor: „Leider wurde uns durch den Krieg in der Ukraine schmerzlich vor Augen geführt, dass Frieden ein Privileg ist. Ein Privileg, um das wir uns alle bemühen müssen. Den Frieden in der Welt können wir von Worms aus nicht bewirken, aber wir können als Stadtgemeinschaft im Kleinen wirken und das friedliche Miteinander stärken, indem wir aufeinander Acht geben.“

    Wer das Licht auch bei sich zu Hause erleuchten lassen und damit ein Zeichen des Friedens setzen will, für den ist das Friedenslicht im Innenhof hinter der Martinskirche zugänglich. In den Tagen bis Weihnachten kann das Friedenslicht zudem in einer Friedenslichtandacht am Samstag, dem 17. Dezember, um 18 Uhr, in Wiesoppenheim in Minraths Scheune (Theodor-Storm-Str. 64) entzündet werden. Außerdem wird das Licht am 4. Advent, Sonntag, dem 18. Dezember, um 10 Uhr, in den evangelischen Gottesdiensten in Pfeddersheim und Rheindürkheim weitergegeben. Am Heiligen Abend kann es aus den Gottesdiensten der Lutherkirche und der Versöhnungskirche in Neuhausen mitgenommen werden.

    Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem in Palästina. Jedes Jahr machen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedener Nationen auf den Weg, um das Friedenslicht aus Bethlehem in der ganzen Welt zu verteilen. Dabei überwindet es einen über 3.000 Kilometer langen Weg über viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander und bildet ein leuchtendes Netz über alle Grenzen hinweg.

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