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  • Do., 17. November 2016, 18:31 Uhr
    Die Mitarbeiter des Integrationsbetriebs Friedhof der Stadt (IBF) leisteten in Pfeddersheim eine beeindrucke Arbeit

    Friedhofskultur und „ungepflegte Gräber“

    Die Mitarbeiter des IBF beim Arbeitseinsatz in Pfeddersheim


    Verwandte ziehen weg oder versterben, die Pflege bestehender Gräber wird eingestellt. Die Konsequenz: Manche Grabstätten verwildern, der ungepflegte Zustand ist deutlich zu erkennen. Für andere Friedhofsbesucher häufig ein Ärgernis. Denn nicht nur die Optik ist ein Problem, sondern auch der Samenflug und das wild wuchernde Unkraut auf nicht gepflegten Gräbern.

    Das Bestattungsgesetz Rheinland-Pfalz regelt im Paragraphen 1 die Anlage von Bestattungsplätzen; diese sind „so anzulegen und zu gestalten, dass die Totenruhe gewährleistet und das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird“. Bei der Einrichtung des Integrationsbetriebs Friedhof der Stadt (IBF) hatte der Stadtrat zwei Ziele im Auge: Zum einen verfolgt der IBF den Zweck, Dauerarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung zu schaffen, deren Eingliederung in eine sonstige Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Art und Schwere der Behinderung auf besondere Schwierigkeiten stößt (§ 2 Betriebssatzung). Zum anderen ist der Betrieb durch die zusätzliche Einstellung von 15 Beschäftigten mit Handycap in der Lage, auf gerade solche Missstände zu reagieren. Wie wichtig der Beitrag ist, den die Mitarbeiter leisten, zeigt sich nun beispielhaft auf dem Pfeddersheimer Friedhof. Gleich sieben Beschäftigte des IBF rückten in einem Schwerpunkteinsatz Hecken, Herbstlaub und ungepflegten Gräbern zu Leibe und brachten den Friedhof optisch wieder auf Vordermann.

    Beigeordneter Uwe Franz äußerte sich von der Arbeit des IBF in Pfeddersheim begeistert. „Unsere Mitarbeiter leisten wertvolle Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit und wir können stolz auf unser Betriebsmodell sein.“ Auch Betriebsleiter Ralf-Quirin Heinz und Friedhofschef Michael Kruse sind zufrieden mit der Leistung ihrer Arbeitsgruppe, bereits jetzt sind weitere Schwerpunkteinsätze in Stadtteilfriedhöfen vorgesehen.

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