
Mit einer Mahnwache sowie 115 Kerzen gedachten rund 200 Bürgerinnen und Bürger den bisherigen Wormser Opfern der Corona-Pandemie am Montagnachmittag am Lutherdenkmal. Dekanin Jutta Herbert vom evangelischen und Dompropst Tobias Schäfer vom katholischen Dekanat übernahmen Ansprache und Gebete.
Dabei verzichtete die bei der Stadt angemeldete Mahnwache bewusst auf politische Reden. Nur kurz hatte Maria Unterschütz, Vorsitzende des Unterbezirks der SPD Worms, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn der Mahnwache im Namen aller einladenden Organisationen begrüßt – und für das geistliche Gedenken gebeten, Transparente herunterzunehmen.
Etwas zeitlich versetzt fanden sich am Lutherplatz einige „Montagsspaziergänger“ ein. Auch sie verzichteten am Ort des Gedenkens auf Transparente. Mitunter kam es allerdings nach Angaben der Polizei im weiteren Verlauf durchaus zu lautstarkem Meinungsaustausch. Insgesamt verliefen die Kundgebungen ohne besondere Vorkommnisse.
Nach dem stillen Gedenken an die Verstorbenen bildete sich – ganz im Sinne des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen, der Grünen Jugend, des Helferkreises Asyl, des Linken-Stadtverbandes und ihrer Linksjugend, der Omas gegen Rechts sowie der Wormser SPD – eine Menschenkette als Gegenprotest zu den sogenannten Montagsspaziergängen.
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