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Mo., 09. Januar 2023, 11:25 Uhr
Handball Verbandsliga Rheinhessen Männer: HSG Worms II reichen 15 Minuten Power-Handball zum lockeren 31:21-Sieg im Lokalderby gegen TG Osthofen II
Frühe Weichenstellung im Wormser Lokalderby
Florian Sturm war in der Anfangsphase des Wormser Lokalderbys von der Abwehr der TG Osthofen nicht zu bremsen. Bereits nach 45 Sekunden Spielzeit erzielte der schnelle Linksaußen der HSG Worms per Tempo-Gegenstoß das Tor zur 2:0-Führung. Foto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap > „Wer von einem Lokalderby denkt, es fiele einem einfach so in den Schoß, versteht nicht viel von Handball“, konnte Jean-Luc Busch, der hochgewachsene Betreuer der zweiten Herrenmannschaft der HSG Worms, seine innere Anspannung kurz vor dem Start ins Handball-Jahr 2023 kaum verbergen. Bereits wenige Minuten später durften die Gastgeber des Wormser Lokalderbys der Handball-Verbandsliga Rheinhessen im Spiel gegen TG Osthofen 2 entspannt durchatmen. 15 Minuten Power-Handball reichten, um die Weichen frühzeitig auf Heimsieg der Wormser Drachen zu stellen. Wer von den gut 150 Handball-Fans etwas verspätet seinen Sitzplatz in der Nikolaus-Doerr-Sporthalle einnahm, hatte die entscheidende Phase der Partie bereits verpasst. 9:2 stand als ernüchternder Zwischenstand für die Gäste aus dem Wonnegau nach der ersten Viertelstunde auf der Anzeigetafel zu lesen.
„Haben der TGO den Schneid abgekauft“
„Wir sind erst nach 15 Minuten aufgewacht“, machte TGO-Coach Wolfgang Schneider zu Beginn eine für ein Lokalderby nahezu fahrlässige Schlafmützigkeit seiner Truppe aus. In den ersten Momenten nach der Weihnachtspause der Saison 2022/2023 spielten nur die Männer der HSG Worms. Eine wache 6:0-Abwehr, die etliche Ballgewinne forcierte, schnelle Tempo-Gegenstöße und dazu eine gute Ballkontrolle im gebundenen Spiel vor der TGO-Defensive sorgten für einen frühen 5:1-Vorsprung (10.), den die HSG’ler auf 9:2 ausbauten (17.). HSG-Trainer Felix Schremser brachte die stärkste Phase seiner Truppe wie folgt auf den Punkt: „Wir haben der TGO den Schneid abgekauft.“
HSG-Torwart Christoph Hiegele entschärft vier Siebenmeter
Eine frühe Auszeit gab dem Spiel der Gäste nun eine bessere Struktur. In offener Verteidigung nebst Manndeckung für den omnipräsenten HSG-Spielmacher Manuel Hoffmann gestaltete die TGO das Spiel bis zur Pause ausgeglichen. „Damit taten wir uns schwer, das müssen wir künftig besser machen“, sah Felix Schremser sein Team zeitweise ein wenig ratlos ob der offensiv agierenden Gästeabwehr. Dank des überragenden Keepers Christoph Hiegele, der unter anderem vier von sechs Siebenmetern der TGO parierte, blieben die Gastgeber dennoch am Drücker, weshalb es mit einer klaren und verdienten 17:9-Führung in die Pause ging.
HSG schaut nach oben, TGO nach unten
Nach dem Wechsel verwalteten die Gastgeber ihren Vorsprung. „Es hat ja gelangt“, konstatierte Felix Schremser, wenngleich der HSG-Coach auch einräumte, „das Derby nicht konsequent zu Ende gespielt zu haben“. Bei Osthofen nutzten dies Linksaußen Jan-Mika Geißler und aus dem Rückraum Scharfschütze Joshua Brahm, um einige Akzente für die Gäste zu setzen. In Gefahr geriet die HSG-Zweite freilich nie. Der Tabellensechste war das spieltechnisch bessere Team und schaukelte den Derbysieg über ein 27:15-Zwischenresultat (46.) locker mit 31:21 nach Hause. Die Partie zeigte auf, dass die Wormser den Blick diese Saison durchaus auf das erste Tabellendrittel richten können, während es für die TG Osthofen 2 (Wolfgang Schneider: „Die entscheidenden Spiele stehen für uns im Februar an“) einzig und allein um den Klassenerhalt der Verbandsliga Rheinhessen geht.