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  • Mo., 13. Januar 2020, 10:15 Uhr
    AH-HALLENTURNIER IN EICH: SG Wonnegau unterlag im Finale mit 3:0 / Reges Interesse unter Aktiven

    FSG Riedrode verdienter Sieger

    Am 11. Januar fand wieder einmal das traditionsreiche Hallenturnier für Alte Herren- Mannschaften der Germania Eich in der dortigen Altrheinhalle statt. Acht Mannschaften hatten gemeldet, eine neunte in Form von Germania Eich II wurde kurzerhand noch in die zweite der beiden Vorrundengruppen gesteckt. Turnierorganisator Dirk Laubscher (Eich): „ Wir hatten noch so viele Spieler aus unserem Verein, die unbedingt mitkicken wollten, so dass wir uns entschlossen haben eine zweite Mannschaft teilnehmen zu lassen. Wir schreiben auch regelmäßig die renommierten AH-Mannschaften im Kreis Worms hinsichtlich der Teilnahme an unserem Turnier an, bekommen aber in den meisten Fällen noch nicht einmal eine Rückantwort.“

    Für die zweite Eicher Mannschaft war allerdings sogleich in der Vorrunde Schluss. Das gleiche Schicksal ereignete die Mannschaften von Harmonia Waldhof und Griesheim 02. Ungeschlagen und hochfavorisiert auf den Turniersieg spazierten hingegen die AH-Mannschaften der FSG Riedrode und die Starkenburgia aus dem hessischen Heppenheim durch die Gruppenspiele. Durch die Aufstockungen wurde der Spielplan etwas aufgebläht und die geplante Spielzeit von 11 Minuten für die einzelnen Vorrundenspiele wurde um 2 Minuten verkürzt.

    Die besten vier Mannschaften jeder Gruppe trafen schließlich in Form von K-O-Spielen in den Viertelfinalspielen aufeinander:

    1. Viertelfinale: FSG Riedrode-Rheingold Hamm 4:1
    Die FSG Riedrode bestätigte ihre Leistung aus den Vorrundenspielen und kombinierte sich locker durch die Hammer Deckung, Bereits nach 35 Sekunden erzielten sie durch einen platzierten Schuss aus dem Halbfeld das 1:0. Nach 3 Minuten eine weitere hundertprozentige Chance der Hessen, die jedoch frei vor dem leeren Tor scheiterten. Hamm setze hin und wieder Nadelstiche und aus einem dieser Angriffe resultierte der Ausgleich nach 5 Minuten. Damit hatten die Altrheiner jedoch ihr Pulver verschossen: durch ein schönes Solo gingen die Riedroder eine Minute später erneut in Führung, die 40 Sekunden später durch einen verunglückten Abwurf des Hammer Torwarts , der sich leider etwas später nach einem der vielen gefährlichen Riedroder Fernschüsse verletzte, auf 3:1 ausgebaut wurde. Ein Volleyschuss nach Eckballabpraller bedeutete nach 8 Minuten dann das 4:1.
    Nico Müller vom der Hammer AH Ü32 Mannschaft zog ein positives Fazit. Schließlich sei man ja seit vielen Jahren bei diesem Turnier vorbei und kennt sich schon ganz gut untereinander. Fast das ganze AH-Team freut sich seit langem auf die Hallenturniersaison und ein weiteres Turnier in Oggersheim soll auch noch folgen.

    2. Viertelfinale: TSG Eisenberg-Germania Eich 2:4 (2:2) nach 9m-Schießen
    Die Eisenberger gingen bereits früh nach eineinhalb Minuten durch einen Gewaltschuss in Führung, woraufhin jedoch der Gastgeber etwas besser ins Spiel fand. Nach knapp 5 Minuten nutzte Eich schließlich eine 3 gegen 1 –Überzahlsituation zum verdienten Ausgleich: 1:1. Es entwickelte sich ein sehr körperbetontes Spiel mit vielen Fouls und Bandenchecks. In die Eicher Druckphase hinein starteten die Eisenberger eine schöne Kombination über die rechte Seite, die mit der erneuten Führung abgeschlossen wurde (7.). 34 Sekunden vor dem Ende doch noch der Eicher Ausgleich. Schön freigeblockt vom Eicher Mittelstürmer fand ein Abstauber zum 2:2 den Weg ins Eisenberger Gehäuse: Neunmeterschießen! Zwei Eicher Fehlschüsse standen vier Eisenberger Fehlschüsse gegenüber, was den Einzug der Eicher ins Halbfinale bedeutete.

    3. Viertelfinale: SG Wonnegau-SV Gimbsheim 4:0
    Nach einer längeren Abtastphase erzielten die in Türkis gekleideten Wonnegauer durch einen Fernschuss nach zweieinhalb Minuten das 1:0. Den Gimbsheimer Ausgleichsbemühungen fehlte in der Folgezeit die Durchschlagskraft, ein Volleyschuss von halblinks und ein abgefälschter Kopfball nach einem Eckstoß war etwas zu wenig. Effektiver die Wonnegauer: ein Schuss aus dem Hinterhalt findet die Lücke durch die Gimbsheimer Abwehrbeine hindurch zum 2:0 (8. Spielminute). Spätestens zweieinhalb Minuten vor Schluss gingen die Köpfe der Gimbsheimer dann ganz runter: Nachdem der 6er der Wonnegauer zum dritten Mal rüde von den Beinen geholt wurde stellte der Schiedsrichter den Gimbsheimer Torwart für 2 Minuten vom Feld. Der darauffolgende Freistoß führte zum 3:0 und kurz darauf legten die Wonnegauer auch noch zum 4:0 nach.
    Auch Daniel Rohrscheidt von der Gimbsheimer AH schätzt die familiäre Atmosphäre des Eicher Turniers, wobei die Sportkameraden sich bereits während des Turniers auch gerne schon mal ein Bierchen genehmigen. „ Im Laufe der Hallenturniersaison wird auch die erste aktive Mannschaft der Gimbsheimer bei einem Turnier in Eich vorbeischauen. Für das heutige Turnier sehe ich die Mannschaften aus Riedrode, Heppenheim und Eich weit vorne mit dabei.“

    4. Viertelfinale: Starkenburgia Heppenheim-SG Kloppberg 2:0
    Heppenheimer startete gefälliger in das Spiel. Dabei ließen sie durch eine offensive Variante mit weit nach vorne gezogenem Torwart auch immer das Gefühl einer Überzahlsituation aufkommen. Nach 4 Minuten gingen die Südhessen durch einen Treffer mit der Pike 1:0 in Führung. Kloppberg schaffte es im weiteren Verlauf der Partie nicht in aussichtsreiche Schusspositionen zu gelangen und musste 1 Minute vor Schluss durch einen Abstauber nach einer scharfen Hereingabe von rechts auch noch das 0:2 hinnehmen.

    Christian Antony von den Kloppbergern: „Wir sind zum ersten Mal bei diesem Turnier dabei und viele von uns sind ganz heiß auf die Hallenturniere. Es ist einfach viel intensiver und schneller als auf dem Platz im Freien und natürlich sind wir auch mit dem nötigen Ehrgeiz hierhergekommen um das Turnier zu gewinnen.“ In den Halbfinals waren also die Favoriten aus der Vorrunde alle noch mit dabei:

    1. Halbfinale: FSG Riedrode-Germania Eich 3:0
    Das erste Halbfinale entwickelte sich zum spektakulärsten Spiel des Turniers. Riedrode kam gut in die Partie und traf bereits nach zwei Minuten den Pfosten des Eicher Tores. Nach 3 Minuten dann die erste kleine Verletzungspause nach einem Bandencheck an einen Eicher Spieler, die dann Anfang einer langen Phase vieler Nickligkeiten und harten Zweikampfsituationen wurde. Nach knapp 5 Minuten traf Riedrode nach einem feinen Pass fast über das ganze Spielzeit und Volleyablage von rechts in den Strafraum per Abstauber zum 1:0.

    Besonders die Gastgeber blieben jedoch bissig und unbequem und waren kurz darauf durch einen Pfostenknaller dem 1:1 sehr nahe. Nach einer weiteren harten Einsatzsituation protestierte der 9er der Riedroder so heftig, dass er für 2 Minuten vom Feld musste. Eich konnte trotz eines weiteren Pfostentreffers jedoch die zahlenmäßige Überlegenheit nicht nutzen.

    3:30 Minuten vor Schluss dann die nächste harte Zweikampfsituation, die in heftigen Riedroder Mannschaftsprotesten mündeten. Riedrode nutzte dann die sich bietenden Chancen konsequenter: ein überragender Sololauf zweieinhalb Minuten vor Schluss zum 2:0 stellte die Weichen für den Riedroder Finaleinzug, der nach einem schnellen Einkick eine Minute vor Schluss und dem darauf folgenden 3:0 auch Wirklichkeit wurde.

    Trotz der teilweise übermotivierten Spielweise beider Teams gab es nach dem Spiel jede Menge Shake-Hands und Umarmungen.
    Maik Vierheller vom Gastgeber Germania Eich: „Wir sind sehr zufrieden und bekommen regelmäßig positives Feedback für unser Turnier, viele Mannschaften sind seit Jahren kontinuierlich dabei, wir selbst spielen dann noch Turniere in Bürstadt und Eisenberg.“

    2. Halbfinale: SG Wonnegau-Starkenburgia Heppenheim 4:2 (1:1) nach 9m-Schießen
    Heppenheim startete dominant in diese Partie und hatte gleich nach 13 Sekunden eine Abschlusschance von rechts außen. Eine Minute später aus zentraler Position scheiterten die Heppenheimer dann am starken Wonnegauer Torhüter. Wieder eine weitere Minute später führte ein versuchter Hackentrick kurz vor dem Wonnegauer Kasten auch nicht zum gewünschten Ergebnis. Die Wonnegauer ließen in der Folgezeit wenig zu und die Heppenheimer reagierten ungewohnt fehlerhaft, so das auch die Wonnegauer Mannschaft zur einen oder anderen Gelegenheit kam (Drehschuss von der linken Seite und eine Direktabnahme nach darauffolgendem Eckball von der linken Seite, 4.).4 Minuten vor Schluss dann das erlösende 1:0 für die Heppenheimer nachdem ein Angriff über die linke Seite im kurzen Eck der Wonnegauer landete. Diese schafften jedoch 30 Sekunden später wieder den Gleichstand nach einem Schuss, der dem Heppenheimer Keeper durch die Beine flutschte. Trotz weiterer Gelegenheiten für Starkenburgia blieb es beim 1:1 in der regulären Spielzeit, nach der zur Überraschung aller die Turnierleitung den Spielern die Wahl zwischen einer 5-minütigen Verlängerung und eines sofortigen Neunmeterschießens ließ. Die Verwirrung endete nachdem nochmal die Turnierregeln studiert wurden. Es kam demnach zur Glückspielvariante, in dem sich die Wonnegauer als Sieger aus der Affäre zogen.

    Spiel um Platz 3: Germania Eich-Starkenburgia Heppenheim 2:3 nach 9m-Schießen
    Das Spiel wurde nicht ausgetragen und der Sieger umgehend durch ein Neunmeterschießen ermittelt.

    Endspiel: SG Wonnegau-FSG Riedrode 0:3
    Wonnegau war die Überraschungsmannschaft des Turniers. Mit zwei Niederlagen gestartet (unter anderem eine empfindliche 1:6 Niederlage in der Vorrunde gegen den Endspielgegner), spielte man sich unspektakulär ins Finale vor. Dort war man jedoch klarer Außenseiter. Riedrode legte mit großem Selbstvertrauen los. Nach 77 Sekunden gelang ein Zufallsball in den linken Strafraum der Wonnegauer, wurde quer durch den Strafraum nach rechts abgelegt und zum 1:0 für Riedrode verwandelt.

    Wonnegau versuchte sich nach Kräften zu wehren, es fehlte aber immer wieder der letzte Pass. Nach etwa der Hälfte der Spielzeit baute Wonnegau auch konditionell ab. Die durch das nicht durchgeführte Spiel um Platz 3 fehlende Pause machte sich bemerkbar. Riedrode kam zu Chancen im 30 Sekunden-Takt. Zweimal rettete ein Wonnegauer Abwehrbein den sicheren Einschlag des Balles noch auf der eigenen Torlinie, dann zeigte der Turniertorschützenkönig Nreaj, warum er es auf insgesamt 11 Treffer bringen konnte. Erst drehte er sich trotz großer Bedrängnis vor dem 5 Meterraum mit dem Ball um den Gegenspieler und hämmert den Ball ins Tor, dann ist er eineinhalb Minuten vor Schluss gedankenschnell nach einem Freistoß zur Stelle und überwindet den Wonnegauer Torhüter mit einem schönen Heber.

    Volker Schulze von der unterlegenen SG Wonnegau:“ Riedrode ist verdienter Sieger des Turniers, Sie standen kompakt und haben den Ball sehr gut und sehr schnell laufen gelassen. Wir konnten oftmals spielerisch mit unseren Gegner gar nicht mithalten und habe einige Spiele mit einer großen Portion Glück siegreich gestalten können, wir haben das für uns Maximale herausgeholt.“

    Auf die modernere Variante des Hallenfußballs, nämlich Futsal und der bevorstehenden Kreismeisterschaft der Herren in Osthofen angesprochen, konnten sich die Spieler nicht vorstellen, dass diese Form von Hallenfußball zukünftig die Begeisterung der AH-Fußballer wecken wird, bzw. haben auch so gut wie keinen Kontakt mit dieser Randsportart. Zum einen fühlt man sich der Herausforderung durch den noch schnelleren und technisch anspruchsvolleren Sport oft nicht gewachsen, bzw. gibt es in vielen Vereinen noch nicht einmal einen Futsalball, den man ausprobieren könnte.
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