
Das 'goldene' Ordinationsjubiläum ist schon etwas besonderes. Am 1. Mai durfte Karlheinz Storch diesen Ehrentag begehen. Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes überreichte Dekan Harald Storch seinem Namensvetter eine Urkunde der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, unterzeichnet von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung.
Seit 50 Jahren dem Beruf verpflichtet, das ist in vielen anderen Branchen gar nicht möglich, denn Pfarrer sind in ihrem Ruhestand "i.R." - aber eben immer noch Pfarrer. Bei der Ordination versprechen die Geistlichen, ihrer Kirche treu zu dienen und das Wort Gottes laut zu verkünden sowie die Sakramente der Kirche richtig zu verwalten. Die Ruheständler sind eine wichtige Stütze für viele Kirchengemeinden, da die meisten gerne Vertretungsdienste übernehmen und die Kollegen in den Gemeinden dadurch entlasten. Auch Karlheinz Storch hilft gerne aus und steht regelmäßig in Horchheim auf der Kanzel.
Dass er ausgerechnet an einem 1. Mai ordiniert wurde, freut Pfarrer i.R. Storch als "Arbeitersohn" auch heute noch. Aufgewachsen ist er im Wormser Nordend, wo er 1953 durch Pfarrer Dr. Germer konfirmiert wurde und sich viele Jahre als Jugendleiter engagierte. In Wuppertal, Göttingen, Heidelberg und Mainz studierte er Evangelische Theologie, 1965 legte er sein zweites theologisches Examen in Darmstadt ab. Nach Stationen in Münster und im Lampertheimer Stadtteil Hofheim (Evangelisches Dekanat Ried) war Storch von 1977 bis 2003 als Schulpfarrer am Gymnasium in Gernsheim tätig. Mit der Ruhestandsversetzung kehrte der gebürtige Wormser in seine Heimatstadt zurück.
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