Worms: Ehrenring für Dr. Ulrich Oelschlaeger / Kreis der Verdienstmedaillenträger erweitert
Fünf verdiente Bürger geehrt
Von links: Dr. Ulrich Oelschläger, Dr. Erika Mohri, OB Adolf Kessel, Klaus Berg, Theodor Cronewitz und Prof. Dr. Heino Skopnik standen am Freitag im Mozartsaal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT | „Vor 20 Jahren lag Worms etwas im toten Winkel der Landeskirche“, dankte Probst Dr. Klaus-Volker Schütz dem neuen Träger des Wormser Ehrenrings. Dr. Ulrich Oelschlägers unermüdliches Engagement für die Lutherstadt bezeichnete er als Glück für Worms, als Glück für die evangelische Kirche. „Seit Beginn der Lutherdekade im Jahr 2008 ist Dr. Ulrich Oelschläger Lutherbeauftragter der Stadt Worms“, hatte wenige Minuten zuvor Oberbürgermeister Adolf Kessel die Auszeichnung mit dem Ehrenring begründet. Er habe die Stadt in allen das Kulturprofil Luther- und Protestantismus betreffenden Fragen beraten und die gemeinsamen Interessen von Stadt und Landeskirche bei diesem Thema in Gremien auf Stadt-, Landes- und Bundesebene vertreten. Sein Engagement für die Lutherdekade sei beispielhaft. Darüber hinaus stehe er als Präses für den Dialog der Religionen, der Philosophie und der Politik, lobte Kessel. „Erfolg und Anerkennung liegen in der Arbeit“, blieb Dr. Ulrich Oelschläger bewusst bescheiden. Im Ehrenring, nach der Ehrenbürgerwürde die zweithöchste Auszeichnung der Stadt Worms, sah er auch Motivation für die Zukunft.
Interkulturelles Engagement
Anschließend erweitere Oberbürgermeister Adolf Kessel den Kreis der Verdienstmedaillenträger der Stadt Worms. Auf ihren Präses der Evangelischen Kirchensynode folgte mit Pfarrerin Erika Mohri eine weitere Person aus dem Kreise der Evangelischen Kirche. Auch ihr liegt interreligiöser Dialog am Herzen. So leitet sie den „Interkulturellen Runden Tisch“, welcher bereits seit 2003 in Worms besteht. Ergänzend habe sie unter anderem immer wieder Beiträge für Ausgaben des Heimatjahrbuch der Stadt Worms verfasst.
Mehr als 50 Jahre für Domgemeinde eingesetzt
Für sein Wirken rund um den Wormser Dom zeichnete Kessel hiernach Klaus Berg aus. „Mit zehn Jahren schon als Messdiener und dann bei der katholischen Jugend hat sich Klaus Berg mehr als 50 Jahre lang in der Domgemeinde ehrenamtlich engagiert“, informierte Kessel über den Auftakt in der Kindheit. Als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sei Berg letztlich in allen rechtlichen, finanziellen und baulichen Angelegenheiten zur rechten Hand des Domprobstes avanciert.
Prägender Einfluss in Pfiffligheim
Weiter ging es mit Theodor Cronewitz, ehemals Ortsvorsteher von Pfiffligheim. „Er war 1995 Mitbegründer und ab dann auch Vorsitzender des Heimatvereines Worms-Pfiffligheim“. Der Verein habe bei der Ortsgestaltung, heimatgeschichtlichen Dokumentation und bei öffentlichen Veranstaltungen prägenden Einfluss entwickelt.
Im Dienste der Kinderklinik
Mit der Verdienstmedaille der Stadt Worms würdigte die Stadt Worms das weit über die berufliche Verpflichtung hinausgehende Engagement des Mediziners Prof. Dr. Heino Skopnik. „In seiner Zeit als Chefarzt der Kinderklinik arbeitete er unermüdlich am Aufbau einer modernen Kinderklinik mit einer sehr hohen Versorgungsqualität. Ein besonderes Augenmerk legte Professor Dr. Skopnik auf die optimale Versorgung der Frühgeborenen in Worms“, betonte Kessel in seiner letzten Laudatio des Abends.
Aus den Reihen der Lucie-Kölsch-Musikschule untermalten Nathanael Geier an der Geige und Olga Model am Klavier die Ehrung musikalisch. Ein Umtrunk mit Imbiss rundete den frühen Abend darüber hinaus ab.