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  • Mo., 10. September 2018, 14:59 Uhr
    Katholische Kita-Leiterinnen begrüßen Initiative der Landesregierung / Offene Fragen nachbessern

    Für ein besseres Kita-Gesetz

    Die Delegation katholischer Kindergärten in Worms traf Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, um Wünsche und Anregungen für das kommende Kita-Gesetz zu überreichen. Foto: Florian Helfert

    VON FLORIAN HELFERT Kinder, Eltern, Erzieherinnen sowie weitere Interessierte haben in den vergangenen Wochen über die Aktion „Das Kita-Gesetz geht uns alle an – unsere gemeinsame Chance ist jetzt!“ Ihre Wünsche und Anregungen für das geplante, neue Kindergartengesetz kundgetan. Eine Delegation der katholischen Kindergärten in Worms überreichte am Montagvormittag die ausgefüllten Karten an die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig.


    „Wir hoffen, dass unsere gesammelten Wünsche und Anregungen im weiteren Verlauf der Gesetzgebung berücksichtigt und unterstützt werden“, erklärte Felicitas Kloos, Leiterin der Kita St. Bonifatius, gegenüber der Landesministerin sowie dem Landtagsabgeordneten Jens Guth.


    Veraltetes Gesetz von 1991


    „Im Vergleich zur Gesetzeslage von 1991“, ergänzte Andrea Morgen als Leiterin der Kita Liebfrauen, „werden heute immer jüngere Kinder aufgenommen.“ Außerdem verweilen sie über den Tag immer länger vor Ort. „Ergänzend sind die Ansprüche der Eltern an unseren Bildungsauftrag gestiegen“, legte Daniela Fetzer als Leiterin des Kindergartens St. Martin anschließend dar.


    Zudem verwies Carolina Cardona, Leiterin des Kindergartens Maria Himmelskron, auf die stetige Zunahme an Dokumentationspflichten. Auch um in Anbetracht des bundesweiten Mangels an Erzieherinnen und Erziehern ein Zeichen für die Attraktivität des Berufsbildes zu senden, braucht es aus Sicht der Erzieherinnen ein ausgewogenes, neues Gesetz. Werde etwa der bisherige Rechtsanspruch von sieben Stunden Betreuung in zwei Blöcken auf eine Betreuungszeit zusammengefasst, seien aus ihrer Sicht noch zu viele Folgefragen rund um Personal und Räumlichkeiten offen.


    Künftig zusätzliche Personalmillionen


    „Im neuen Gesetzesentwurf legen wir zugunsten der Leitungen erstmals extra Zeit für deren Verwaltungsarbeiten fest“, verdeutlichte Ministerin Dr. Hubig einen entlastenden Schritt. „Außerdem werden wir künftig allein für das Personal 62 Millionen Euro mehr in die Hand nehmen“, informierte die ehemalige Richterin und Staatsanwältin über zusätzliche Landesmittel im Sinne der Betreuungsqualität. Ohnehin liege Rheinland-Pfalz bereits heute in einem bundesweiten Vergleich in Fragen des Betreuungsschlüssels auf dem dritten Platz. „Wir werden die Stellungnahmen auswerten“, so Ministerin Dr. Stefanie Hubig abschließend, „und unseren Entwurf zur zweiten Anhörung im Landtag nochmals überarbeiten“.

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